Kategorie-Archiv: Public Programme

Otobong Nkanga, O8 Black Stone, 2017 A handmade, cold process, natural soap made of butters and oils from across the Mediterranean Middle East, North and West Africa, fused together with water, lye and charcoal. Made for Carved to Flow Foundation (2017) www.carvedtoflow.com

AR/GE KUNST SAVOIR-VIVRE #1
SEIFEN WORKSHOP mit Evi Lachana
Freitag 25.01.2019 18:00 – 22:00 Uhr

im Rahmen der Ausstellung von Otobong Nkanga

Kuratiert von Simone Mair

Evi Lachana, eine Seifen- und Kosmetikproduzentin aus Athen, hat mit Otobong Nkanga an dem Projekt Carved to Flow, welches für documenta17 in Athens/Kassel produziert wurde, eng zusammengearbeitet. Ihr Familienunternehmen Laouta in Piraeus, produziert kaltgerührte Seifen und Kosmetika aus griechischem Olivenöl und handgepflückten lokalen Ingredienzien. Der Ausstellungsraum verwandelt sich in ein temporäres Seifen- und Diskussionslabor und gemeinsam mit Evi Lachana und einer passionierten lokalen Kräutersammlerin,  ist jeder Teilnehmer eingeladen Seifen zu produzieren und den Herstellungsprozess des Produktes und die künstlerische Praxis von Otonbong Nkanga zu erforschen.

Teilnehmerzahl max. 20 Personen
Teilnahme kostenlos
Sprache: deu/ita/engl
Anmeldung an info@argekunst.it senden

 

ar/ge kunst savoir-vivre ist eine Workshop-Serie, die ausgehend von der jeweiligen Ausstellung konzipiert ist und in den Ausstellungsräumen der ar/ge kunst stattfindet. Ausgehend von der Relektüre der Begriffe savoir / pouvoir von Gayatri Spivak, eine Mitbegründerin der postkolonialen Theorie, wird wissen nicht nur mit Macht sondern mit können (pouvoir / to be able to) verknüpft. Durch die Verbindung der beiden Begriffe, wird die Institution zu einem öffentlichen Handlungsraum, wo unterschiedliche Fähigkeiten und Kompetenzen ein kollektives Wissen produzieren.

Inspiriert von Otobong Nakanga’s künstlerischen Praxis, mit welcher ar/ge kunst das Ausstellungsjahr 2019 eröffnet, steht für die diesjährige Serie von ar/ge kunst savoir-vivre der Herstellungsprozess eines Produktes im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Experten werden rituelle Praktiken, die einem Herstellungsprozess zugrunde liegen, hinterfragt, verlernt, neu gelernt und mit Kunstwerken und künstlerischen Praktiken in der Ausstellung in Verbindung gedacht.

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APRÈS LA LETTRE__SPEECH & EFFECT, NINA TABASSOMI e MARKUS SCHENNACH

APRÈS LA LETTRE__SPEECH & EFFECT
NINA TABASSOMI und MARKUS SCHENNACH
27. November 2018, 19 Uhr

(La Mia Scuola di Architettura*10)

Nina Tabassomi und Markus Schennach über eine Veranstaltungsreihe zum Potential von nichtdiskriminierendem Sprechhandeln im TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol.

Was heißt es, nichtdiskriminierend zu sprechen? Und weshalb gibt es keinen positiven Begriff, um dieses Sprechhandeln zu bezeichnen? Erstaunlich erscheint diese Tatsache vor dem Hintergrund, dass das Wissen darum, wie wir im Sagen und Bezeichnen Realität mit­konstruieren, weitverbreitet ist. Die allgemein akzeptierten Sprach­regelungen resultieren aus eingeschliffenen und unbegründeten Machtverhältnissen und Hierarchien, die wir mit jedem Sprechakt stabilisieren und erneuern. Wie können wir unsere Lebenswelt verän­dern, indem wir unsere Sprache sorgfältig wählen und einsetzen? Welche Verantwortung tragen wir, wenn wir institutionell sprechen?

Im Juli und August 2018 wurde diesen Fragen mit Vorträgen von Amara Antilla, Matthias Dell, Nikita Dhawan, Marie-Luisa Frick, Koku G. Nonoa und Anatol Stefanowitsch aus philosophischer, politikwissenschaftlicher, medientheoretischer, sowie sprach-, kunst- und theaterwissenschaftlicher Perspektive im TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol nachgegangen. Konzipiert haben die Reihe Nina Tabassomi und Markus Schennach, die die bereits geführten Diskussionen in der arge kunst zusammenfassen und mit dem Publikum in Bozen neu aufrollen werden.

 

Short Bios:

Nina Tabassomi ist Kuratorin und Theaterwissenschaftlerin. Nach Stationen in Berlin (Based in Berlin und KW Institute for Contemporary Art), Kassel (Fridericianum) und New York (Ludlow 38) ist sie seit Anfang 2017 Direktorin des TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol. Sie hat u.a. die Gruppenausstellungen „Infrastructures of Pain“, „Accentisms“ und „Sex“ und Einzelausstellungen von Maha Maamoun, Eric Baudelaire und Emeka Ogboh kuratiert.

Markus Schennach ist Medienaktivist und Politikwissenschaftler. Nach Tätigkeiten als Sozialarbeiter und als Geschäftsführer der Tiroler Straßenzeitung 20er ist er seit 2003 der Geschäftsführer von FREIRAD, dem freien Radio in Innsbruck und in unterschiedlichen Funktionen im Vorstand des Verbands Freier Radios in Österreich aktiv, acht Jahre davon war er der Obmann des Verein.

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OTOBONG NKANGA
21 November 2018, 18:30 Uhr

Unibz – Aula F0.03
Universitätsplatz, 1

Otobong Nkanga, Artist Talk at Unibz © ar/ge kunst. Foto: Tiberio Sorvillo

In Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen, Fakultät für Design und Kunst

Die Künstlerin spricht über Ihre künstlerische Praxis und über die Ausstellung A Lapse, a Stain, a Fall.

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Hydrocotyle vulgaris, Fort Vert, Calais. Photo: Hanna Rullmann.

LORENZO PEZZANI
“HOSTILE ENVIRONMENT”(S)
8. November 2018, 19 Uhr

One Year-Long Research Project / Fourth

 

Lorenzo Pezzani, Talk, © ar/ge kunst. Foto: Luca Guadagnini

Lorenzo Pezzani, Talk and ar/ge kunst dinner, © ar/ge kunst. Foto: Luca Guadagnini

 

Zur vierten Ausgabe des einjährigen Forschungsprojekts (2018-2019) hat ar/ge kunst den Architekten und Wissenschaftler Lorenzo Pezzani (Trient/London) zu einer Künstlerresidenz nach Bozen eingeladen. In seinem Eröffnungsgespräch wird Pezzani den Begriff der „feindlichen Umfelder“ als Thema seiner bevorstehenden Forschungarbeit in Südtirol erörtern.

 

Im Mai 2012 kündigte die damalige britische Innenministerin Theresa May in einem Interview die Einführung neuer Gesetze zur Einwanderungskontrolle an, die darauf abzielen würden, „hier in Großbritannien ein wirklich feindseliges Umfeld (hostile environment) für illegale Migration zu schaffen. […] Wir sind daran“, erklärte sie weiter, „illegalen Einwanderern den Zugang zu Arbeit, Wohnung und Dienstleistungen, sogar zu Bankkonten, zu verwehren“. Den städtischen Raum für einige lebenswidrig zu machen, ist ein Vorgang der sich auf globaler Ebene in der Art und Weise widerspiegelt, wie bestimmte Umfelder (Wüsten, Ozeane und Gebirgszüge, einschließlich der Alpen) als Waffe genutzt werden, um Migranten abzuschrecken und zu vertreiben, wobei oft deren Leben aufs Spiel gesetzt wird.

Ausgehend von seiner Arbeit zur Migration über das Mittelmeer untersucht Lorenzo Pezzani, wie diese Art der Grenzkontrolle nicht mehr darauf abzielt, bestimmte Personengruppen direkt zu erfassen und zu bestrafen, sondern vielmehr in das Umfeld eingreift, in dem diese sich aufhalten oder das sie durchqueren. Das Umfeld, im Sinne einer politisch-ökonomischen Wirkkraft und nicht nur eines „natürlichen“ Hintergrunds menschlichen Handelns, ist hier nicht mehr nur ein Ort der Macht, sondern bekommt vielmehr eine eigene Funktion. Das Wetter wird zu einer Waffe, wenn Migranten an Kälte oder Hitze sterben müssen und darüber hinaus sind Formen rassistisch motivierter Gewalt gewissermaßen so allgegenwärtig wie das Klima.

Wenn Migranten über besonders heimtückisches Terrain gezwungen und in den Städten einem Dauerzustand der Verlassenheit ausgesetzt werden, wirkt sich dieser atmosphärische Machtzustand auf verschiedene Arten des (menschlichen sowie auch „mehr als menschlichen“) Daseins aus, insbesondere auf diejenigen, die als fremd und nicht als einheimisch eingestuft werden.

Biographie
Lorenzo Pezzani ist Architekt und Wissenschaftler. Zur Zeit ist er Dozent für Forensische Architektur an der University of London, Goldsmiths. Seit 2011 arbeitet er an Forensic Oceanography, einem Gemeinschaftsprojekt, das die militarisierte Grenzordnung im Mittelmeer kritisch untersucht. Er ist Mitbegründer der Plattform WatchTheMed. Gemeinsam mit verschiedenen NGOs, Wissenschaftlern, Journalisten und Aktivistengruppen hat er Karten, Videos, Installationen und Menschenrechtsberichte erstellt, die die Todesfälle von Migranten auf See dokumentieren. Seine Arbeiten wurden als Beweismittel vor Gericht verwendet, in verschiedenen Presseorganen und akademischen Fachzeitschriften veröffentlicht und international in verschiedenen Institutionen und Biennalen ausgestellt.

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Charlemagne Palestine, © Agnès Gania

FOR INDIGENOUS YEASTS AND OTHER MICROBES (ACT II)
29.09.18, 19 Uhr

Öffentliches Programm im Rahmen der Ausstellung
Songs To You About You

 

Performance von Islands Songs und Charlemagne Palestine im Hof Gandberg und Schloss Gandegg, Eppan

 

In Zusammenarbeit mit  Transart Festival
Karten

Mit For Indigenous Yeasts and other Microbes, begleiten Islands Songs den Transformationsprozess von Traubensaft zu Wein mit einem Soundtrack in drei Akten, der für die in der Weinbereitung aktiven Mikroorganismen komponiert wurde und ihnen gewidmet ist. Das Stück, ein Experiment mit dem Südtiroler Winzer Thomas Niedermayr (Hof Gandberg, Eppan) und dem amerikanischen Komponisten und Objektkünstler Charlemagne Palestine, stellt die traditionelle und althergebrachte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Mikrobengemeinschaften bei der Herstellung von Getränken und Nahrungsmitteln heraus.

Für AKT II laden Islands Songs Charlemagne Palestine nach Schloss Gandegg für eine Live-Performance für Mikroben und Menschen.

Dank an FINSTRAL

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ar/ge kunst matinée mit César Enrique Giraldo Herrera
Samstag, 08.09.2018 11:00 Uhr

Microbes and Other Shamanic Beings

Nach einer kurzen Einführung zur Ausstellung mit den Künstlern Islands Songs gibt der kolumbianische Anthropologe und Biologe César Enrique Giraldo Herrera einen Einblick in wissenschaftliche und schamanische Methoden bei der Wahrnehmung von Mikroorganismen.

César Enrique Giraldo Herrera ist ein kolumbianischer Biologe und Sozialanthropologe. Er ist zur Zeit Victoria Maltby Junior Research Stipendiat am Somerville College und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Science Innovation and Society (InSIS), School of Anthropology and Museum Ethnography (SAME), University of Oxford, GB.

^ar/ge kunst matinée ist ein Format, das die Ausstellungen und künstlerischen Praktiken in Dialog mit Kuratorinnen, Künstlerinnen und anderen Expertinnen bei einem Frühstück erkundet. Die benachbarte Konditorei Hofer in der Museumstrasse 4 stellt die Mehlspeisen zur Verfügung.

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^ar/ge kunst matinée with Slavs and Tatars. Photo: ar/ge kunst

ar/ge kunst matinée
 mit Slavs and Tatars
Samstag, 19.05.2018 11:00 Uhr

Ein Gespräch zwischen Payam Sharifi (Slavs and Tatars) und dem Künstlerischen Leiter der ar/ge kunst Emanuele Guidi über Konzepte und Schlüsselwörter, die ihre künstlerische Arbeit begleiten.

^ar/ge kunst matinée ist ein Format, das die Ausstellungen und künstlerischen Praktiken in Dialog mit Kuratorinnen, Künstlerinnen und anderen Expertinnen bei einem Frühstück erkundet. Die benachbarte Konditorei Hofer in der Museumstrasse 4 stellt die Mehlspeisen zur Verfügung.

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CRICKET CUP
15.07.2018, 10 - 18 Uhr

100 Spieler, 8 Mannschaften, 1 Turnier: ar/ge kunst Kricket Cup

 
Am Sonntag, 15. Juli 2018 fand ein ar/ge kunst Cricket Cup auf dem Sportplatz Talfer B in Bozen statt. Fast 100 Spieler der insgesamt acht Mannschaften aus Innsbruck, Bozen, Sterzing, Leifers und Trient haben diese Sport- und Kunst Veranstaltung gemeinsam gefeiert.

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

ar/ge kunst Cricket Cup 2018. Foto: Francesco Ippolito

Zum ersten Mal wird diese für unsere Region “neue” Sportart, die aus Pakistan, Indien und Afghanistan nach Bozen kommt, auf einen der Sportplätze der Talferwiesen gespielt; ar/ge kunst, Kunstverein von Bozen und Leifers Cricket Club veranstalteten dieses Turnier als Finissage zur Ausstellung “It’s Just Not Cricket” von Matilde Cassani. Diese Initiative konnte Dank der Zusammenarbeit mit dem Amt für Sport der Gemeinde Bozen unter dem Assessor Angelo Gennaccoro, der Polisportiva Bozen und der Schirmherrschaft der Federazione Italiana Cricket stattfinden.

Das Turnier endete mit dem Sieg der Mannschaft Gadar XI aus Bozen und mit der Überlegung der Kapitäne, einen anerkannten Kricketverein in der Provinz Bozen zu gründen, sodass das Kricket, das nach Fussball der beliebteste Sport der Welt ist, in der Provinz Südtirol anerkannt und unterstützt wird.

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Maria Walcher, Trasite, Replicas of the Riace Bronzes (life-size), Parc on the Ilm, Kunstfest Weimar 2014. Foto: Iva Kirova

ON THE MOVE mit Maria Walcher
20.06.2018, 19:00 Uhr

La Mia Scuola di Architettura*9

Was ist mit diesen Skulpturen, die an unseren Ufern angespült wurden, sind sie willkommener als jeder Mensch? Ausgehend von solchen Textauszügen, Bild- und Tonspuren ihrer oft situationsspezifischen Arbeiten vertieft die Künstlerin Maria Walcher Aspekte wie Zusammenarbeit, kulturelle Übersetzung, öffentlicher Raum und die damit verbundenen künstlerischen Strategien. Ein Gespräch zwischen Maria Walcher und Kuratorin Simone Mair in der ar/ge kunst.

Maria Walcher, geboren 1984 in Brixen (I), lebt in Innsbruck. Die Künstlerin studierte im Master of Fine Arts: Public Art and New Artistic Strategies an der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre Arbeiten wurden ausgestellt: Charlama Depot, Sarajevo (2011), SOMA, Mexico City (2013), CITY LAB Mostar (2013), Kunstfest Weimar (2014), Quartair Contemporary Art Initiatives, Den Haag (2014), Cselley-Mühle, Oslip (2016) und Domplatz, Innsbruck (2017).

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Hamann from the Hood, courtesy Slavs and Tatars and Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

Public Programme
Slavs and Tatars
13.06. 2018, 19.30 - 21.00 Uhr

Der Text liest mich ebenso sehr wie ich den Text lese.Slavs and Tatars

Workshop Lene Morgenstern, Foto: ar/ge kunst

Workshop Lene Morgenstern, Foto: ar/ge kunst

Workshop Lene Morgenstern, Foto: ar/ge kunst

Workshop Lene Morgenstern, Foto: ar/ge kunst

Workshop Lene Morgenstern, Foto: ar/ge kunst

Workshop Lene Morgenstern, Foto: ar/ge kunst

Was ist ein Text? Wie kann man das Lesematerial diskursiv und performativ erkunden? Ein Workshop zur Ausstellung Kirchgängerbanger (19.05 – 28.07.2018) mit der Sprachkünstlerin Lene Morgenstern in der ar/ge kunst. Nach einem Gespräch zur Ausstellung mit Kuratorin Simone Mair werden deutsche und italienische Texte von Johann Georg Hamann und Molla Nasreddin – zwei Figuren die Slavs and Tatars in ihrer künstlerischen Praxis beeinflusst haben – in einem kollektiven Lesen vertieft. Auf Anmeldung unter info@argekunst.it

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IT’S JUST NOT CRICKET
17.03.2018, 15 - 18 Uhr

Workshop

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

 Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Matilde Cassani, Workshop, ©ar/ge kunst, Foto Annelie Bortolotti, 2018

Im Rahmen der Ausstellung It’s Just Not Cricket von Matilde Cassani findet am Samstag 17.03.2018 von 15 – 18 Uhr ein Workshop zur Aktivierung eines fiktiven Kricket-Spielfeldes statt.

Durch das Zusammentreffen von Kricketspielern aus der Provinz Bozen und Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen wie Kultur, Politik, Vermittlung, Universität und Presse, wird der Workshop in Form einer Gemeinschaftsübung organisiert und stellt sich somit praktischen Bedürfnissen, wie es von denen gewünscht wird, die diesen Sport praktizieren. Die drei Phasen des Workshops, Super-Team / Verein / Spielfeld vertiefen jeweils Argumente wie Identität, Organisation und Zugang zu den Infrastrukturen.

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Riccardo Previdi, Franca, 2017, installation view at museo di Arte Contemporanea Villa Croce, Genova, photo © Henrik Blomqvist

Elementi per una pratica,
incontro con Riccardo Previdi

Ein Gespräch zwischen Riccardo Previdi, Künstler, und Frida Carazzato – kuratorische Assistentin des Museions, ein temporäres Wörterverzeichnis zu entwickeln. Dies soll als konzeptuelles Koordinatensystem gelten, in dem die künstlerische Arbeit Previdis abgesteckt werden kann. Letztere wird von der Beziehung zwischen Kunst und Projekt bestimmt, und geht von der Beobachtung und der Reaktion auf räumliche Kontexte, Sprachen und gegenwärtige Dynamiken aus.

Außerdem präsentieren wir die Publikation “What Next?“, die den neuesten Arbeitszyklus des Künstlers beinhaltet. Diese Werke inspirieren sich an der Beziehung zwischen den technologischen Apparaten der nicht nur wissenschaftlichen Untersuchungen und der Art und Weise, wie die zeitgenössische Gesellschaft interpretiert wird.

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Image Diplomacy
07.02.2018, 19 Uhr

Gespräch zwischen dem Künstler Vladislav Shapovalov, anlässlich seiner Ausstellung Image Diplomacy in ar/ge kunst, und Elvira Vannini (Kunsthistorikerin, Kritikerin und Begründerin der Magazine HOT POTATOES, Art, Politics, Exhibition Conditions) und Emanuele Guidi (Künstlerischer Leiter ar/ge kunst)

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©Martina della Valle

One flower, one Leaf #3
Ikebana mit Ortsbezug
19-20 / 06 / 2017

Martina della Valle

in Zusammenarbeit mit Rie Ono

 

 

Workshop anlässlich der Ausstellung „Flowers are Documents – Arrangement II“
Mit freundlicher Unterstützung der UniBz – Fachbereich Design und Kunst

 

 

maximale Teilnehmerzahl: 12

Wo: UniBZ, Piazza Università, 1, 39100 Bolzano BZ

Anmeldeschluss: 16. Juni, 13 Uhr

„Dieselbe Blume blüht niemals zweimal auf und der Mensch trifft eine Blume niemals im selben Zustand an. Ikebana vereint diese zwei vergänglichen Faktoren“
Teshigahara Sofu

One flower, one Leaf ist ein Archiv in progress. Es umfasst fotografische Stillleben, die Martina della Valle nach Abschluss von Workshops in den verschiedenen Städten, in Zusammenarbeit mit der Ikebana-Meisterin Rie Ono, erstellt.

Aus dem Studium der Ikebana-Kunst ist One flower, one Leaf entstanden. Absicht ist es, erstens ein partizipatives Event zu schaffen und zweitens, eine mögliche Bindung zu erproben, und zwar zwischen der japanischen Tradition des Blumenarrangements und einem Gedankenspiel, das site-specific ist und sich mit der spontan wachsenden Pflanzenwelt der Randgegenden im städtischen zeitgenössischen Gebiet beschäftigt.

Während des Workshops werden zum Beispiel Themen behandelt wie das Studium der verbleibenden Landschaftsbereiche, die Spuren des menschlichen Eingriffs auf die städtische Vegetation, der Wert der Konzepte von Zeit und Leere und die Fähigkeit der Ikebana-Kunst (sowie die der fotografischen Sprache), Details mittels eines Prozesses der Dekontextualisierung hervorzuheben, die sonst als „minderwertig“ gelten. All dies in Übereinstimmung mit den wichtigsten Punkten der Arbeit Martina della Valles.
Nach einer Einführung in die Ursprünge des Ikebanas erweitert sich die Recherche: die von Pflanzen geprägte Landschaft der Umgebung wird durch einen Ausflug erkundet, der der Auswahl und dem Sammeln von spontan wachsenden pflanzlichen Materialien gewidmet ist (Pflanzen, Äste, Blumen, etc.).
Unter der Leitung von Lehrerin Rie Ono werden die Teilnehmer dann ihre eigene Blumen-Komposition erstellen, um diese zum Schluss des Workshops zu fotografieren.

Die von der Künstlerin durchgeführte fotografische Dokumentation dient einem Landkarten-Portrait der spezifischen Landschaft, das die urbanen Kontexte, in dem der Workshop stattgefunden hat, mittels Kompositionen spontan wachsender Pflanzen in Vergleich setzt (bisher O.f.o.l.#1 – Prato und O.f.o.l.#2 – Rom).

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Flowers and Apples from Sainte-Pélagie Prison (Philadelphia Museum of Art and Musée d'Orsay), image by David Horvitz

you and I may not hurry it with a thousand poems my darling but nobody will stop it With all the Policemen in The World.zip
13. Juni 2017

Die von dem amerikanischen Künstler David Horvitz (1981) initiierte Ausstellung „You and I may not hurry it with a thousand poems my darling but nobody will stop it With all the Policemen in The World.zip*“ wurde 2012 ins Netz gestellt und anlässlich der Bozner Ausstellung neu verlinkt.

„Im Juni 2012 postete ich die Druckdateien für eine Gruppenausstellung bei der Datenübermittlungswebsite sendspace mit der Erklärung: Diese Ausstellung darf kostenlos heruntergeladen, gedruckt, ausgestellt, veröffentlicht, kopiert usw. werden. Es gibt keine Installationsanweisungen. Die empfohlenen Druckgrößen sind in dem PDF mit der Werkliste aufgeführt.
Der ZIP-komprimierte Ordner wird während des Zeitraums zur Verfügung stehen, in dem der sendspace-Link aktiv ist. Im Anschluss daran werden die Dateien nicht mehr hochgeladen.

Folgende Künstler wurden von mir um ihre Beteiligung an diesem Projekt und um die Übermittlung jeweils eines druckfähigen Werkes zum Thema Blumen gebeten: Anjum Asharia und Marisa Jahn, BFFA3AE, Claudia Sola, David Horvitz, Hans Aarsman, Jon Rafman, Kristina Lee Podesva, Marysia Lewandowska, Michael Mandiberg, Mishka Henner, Natalie Häusler, Vlatka Horvat.

Dahinter stand der Gedanke, einen Frühlingsstrauß zu binden. Zwar näherte sich damals der Frühling schon seinem Ende, doch noch war es Frühling! Ich stellte mir vor, diese Blumen/Dateien in gleicher Weise im Internet auszubringen, wie ein Bauer sein Saatgut auf dem Feld ausbringt. Und ich stellte mir vor, dass die Dateien lange nach der Inaktivierung der sendspace-Url (vielleicht) noch weiter existieren – und irgendwo geteilt würden. Möglicherweise würden sie ja sogar von jemandem neu gepostet (im Sinne einer ungeschlechtlichen Vermehrung)? Ich hatte keinerlei Kontrolle über den endgültigen Ort (und Zeitpunkt) der Ausstellung, wenn sie überhaupt einmal irgendwo (oder irgendwann) stattfinden würde. Aus diesem Grund steht als ihr Endtermin auch ein Fragezeichen, denn sie wird auf unbestimmte Zeit fortgeführt. Außerdem ging es mir darum, dem Internet (das jenseits von natürlichen Zeitverläufen und den vom Kreisen der Erde um die Sonne diktierten Besonderheiten eines Ortes existiert) eine Jahreszeit zu geben.

David Horvitz, Los Angeles 2017

* Im Rahmen der Ausstellung Flowers are Documents, steht die Datei auf der Webseite von ar/ge kunst zur Verfügung und wird am 13. Juni 2017 über den Newsletter erneut lanciert.

Laden Sie die Ausstellung unter diesem Link

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research Image: Plate LXVI from Johann Jakob Scheuchzer’s Physica Sacra (1731) - Source: Wikimedia Commons

JAPANESE ALPS
Lecture von Francesco Tenaglia
19.05.2017, 17:30 Uhr

(La Mia Scuola di Architettura*7)

In Japanese Alps lässt sich Francesco Tenaglia vom jahrzehntelangen Interesse an den Alpen (und an den Bergpanoramen der angrenzenden Länder) inspirieren, das die japanische Konsumkultur gezeigt hat und positioniert diese parallel zur Vorstellung von „Nostalgie“ (Neologismus und „produziertes“ Gefühl Ende des Siebzehnten Jahrhunderts in den Alpen). In der Wiedergabe möchte Tenaglia – zwischen historisch, anekdotischen Untersuchungen und Spekulation- einige Formen veranschaulichen, in denen Philosophen und Soziologen eine spezielle Inkarnation der Postmoderne im orientalischen Land gesehen haben wollen: Von der Wissenschaft über die Bräuche bis hin zu den Produktions-und Konsummodellen. In einer Vorwegnahme der radikalen Umwandlung der Erzählungs-und Darstellungsformen, denen wir in einer Zeit der extremen Vernetzung beiwohnen.

Francesco Tenaglia ist in Chieti (1974) geboren und arbeitet in Mailand in der Redaktion der Zeitschrift und des Verlags für zeitgenössische Kunst Mousse. Er beschäftigt sich mit Kunst, Musik und Kultur auch für Rolling Stone, Prismo, Vice und Rivista Letteraria.

Video editing: Marcello Tacconelli.
Poster design: Massimiliano Pace

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Inland, Shepherd School, ( 2004 - ongoing)

Von Landschaft lernen
BAU mit INLAND
09.05.2017, 19 Uhr

(La Mia Scuola di Scuola di Architettura*6)

Im Rahmen von La Mia Scuola di Architettura* , eine Veranstaltungsreihe, die sich mit Landschaft und dessen Einfluss auf den Einzelnen und die Gemeinschaft auseinandersetzt, spricht die Kunstinitiative BAU über die Relevanz solcher Ideen in Bezug auf das Institutionsmodell BAU und deren Künstlerresidenzen in Südtirol.

Zudem werden die aktuellen BAU Gastkünstler INLAND (bei dieser Gelegenheit von Fernando Garcìa-Dory und Carlos Monleon Gedall vertreten) über das Kunstprojekt Alma (Arbeitstitel) und das Potential der Interaktion von zeitgenössischer Kultur mit dem ländlichen Raum sprechen.

BAU ist eine Initiative für künstlerische Produktion in Südtirol, Italien, aktiv seit 2015. BAU realisiert Künstlerresidenzen, welche mit der lokalen Bevölkerung und dem Territorium sowie dessen traditionellen Tätigkeiten und materiellen Kultur in Dialog treten.
INLAND ist eine spanische Kunstplattform, die sich für Agrikultur, sozial und kulturelle Produktion und kollaborative Tätigkeiten engagiert.

BAU hat INLAND eingeladen ein Projekt in Südtirol im Jahr 2017 zu realisieren. Ausgehend von Alma, einer spekulativen Zukunftsvision, erarbeitet in Austausch mit lokalen Bergbauern, Akademikern, Touristikern, Förstern und Almmeistern, werden die Künstler darüberhinaus über aktuelle Interaktionsfelder von Kunst im ländlichen Raum in Europa sprechen.

http://inland.org
http://fernandogarciadory.com
http://www.b-a-u.it

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To Become Two
lecture von Alex Martinis Roe
27. April, 19 Uhr

An diesem öffentlichen Event wird Alex Martinis Roe Fragen beantworten, die sich im Laufe der Ausstellung „To Become Two“ seitens der Besucher angesammelt haben. Sie wird eine Präsentation entwerfen, die diese Fragen in Bezug auf ihre Recherche untersucht und dabei verschiedene Techniken anwenden, einschließlich dem Geschichtenerzählen, politischer Theorie und Diagrammen. Dies wird sodann in einen Dialog münden und das Publikum wird zu einem Meeting eingeladen, um Zukunftsmöglichkeiten zu erläutern, die sich aus dem „To Become Two“ – Projekt und den hiermit zusammenhängenden Fragen ergeben haben.

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The Variational Status
Riccardo Giacconi
10. Februar, 19 Uhr

BUCHPRÄSENTATION

 

Anlässlich der Einführung des Buches „The Variational Status“, lädt ar/ge kunst Sie zur Präsentation „To Resist Disappearing“ (Dem Schwinden Widerstehen) des Professors Frans-Willem Korsten ein; gefolgt von einer Diskussion zwischen dem Künstler Riccardo Giacconi und dem künstlerischen Leiter Emanuele Guidi.

 

 


Frans-Willem Korsten è titolare della cattedra in ‘Letteratura e Societá’ presso la Scuola Erasmus di Storia, Cultura e Comunicazione. È anche professore associato presso il l’Università Leiden per le Arti nella Società.

The Variational Status è co-pubblicato da Humboldt Books, ar/ge kunst Bolzano e FRAC Champagne-Ardenne.

Edito da: Riccardo Giacconi, Emanuele Guidi
Design: 
 Bianca Fabbri
Testi: 
 Andrea Cavalletti, Riccardo Giacconi, Emanuele Guidi e Antoine Marchand, Frans-Willem Korsten, Andrea Morbio.
Publisher: Humboldt Books
Inglese, Italiano, Tedesco, Francese
ISBN 978-88-99385-25-5
20 €Frans-Willem Korsten bekleidet die Stiftungsprofessur für „Literatur und Gesellschaft“ an der Erasmus-Schule für Geschichte, Kultur und Kommunikation. Er ist darüberhinaus Professor an der Leiden Universität, Zentrum für Gesellschaftskünste
The Variational Status wird von Humboldt Books, ar/ge kunst Bozen und FRAC Champagne-Ardenne gemeinschaftlich veröffentlicht.
Herausgegeben von: Riccardo Giacconi, Emanuele Guidi
Design: 
 Bianca Fabbri
Texte: Andrea Cavalletti, Riccardo Giacconi, Emanuele Guidi und Antoine Marchand, Frans-Willem Korsten, Andrea Morbio.
Verlag: Humboldt Books
Englisch, Italienisch, Deutsch, Französisch
ISBN 978-88-99385-25-5
20 €

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Jomohomo, Ingrid Hora, cover 2016

JOMOHOMO
Ingrid Hora
14 Dezember 2016, 19 Uhr

BUCH PRÄSENTATION
Gespräch mit der Künstlerin Ingrid Hora und Co-Herausgeberin Lisa Mazza


Das Buch dokumentiert und entwickelt die Recherche weiter, die in der ar/ge kunst unter dem Titel „You play This Game…“ (2015) und im DAZ – Deutsches Architektur Zentrum, Berlin unter dem Titel „Freizeyt“ (2015/2016) gezeigt wurde.


Verlag Dentdeleone.co.nz
Herausgegeben von Ingrid Hora und Lisa Mazza
Texte von Shumon Basar, Emanuele Guidi, Ingrid
Hora, Lisa Mazza, Giulia Palladini
Design Åbäke mit Alyssia Lou


Mit finanzieller Unterstützung von DAZ und Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur


Anschließend laden wir zu einem Weihnachtsumtrunk.

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Matilde Cassani
2016 - 2018

One Year-Long Research Project / Third

eine Zusammenarbeit mit Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck

Für die dritte Ausgabe des einjährigen Forschungsprojektes (2016-2018) hat ar / ge kunst die Künstlerin und Architektin Matilde Cassani eingeladen.

Die Künstlerresidenz, in Zusammenarbeit mit Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck, hat Cassani dazu gebracht, eine neue künstlerische Arbeit in der Großregion um die österreichisch-italienische Grenze zu entwickeln; eine Gegend, die die Künstlerin anhand von Beobachtungen im Bereich des Kricket-Spiels erkundet hat. Das englische Spiel wurde während der Kolonialzeit in alle Nationen des Commonwealth exportiert und ist durch die neuen Gastländer wieder nach Europa zurückgekommen.

 

Matilde Cassani (1980) – Studium der Architektur am Polytechnikum von Mailand und an der TU Lissabon, anschließend “Architecture and Urban Culture“ am Centre de Cultura Contemporània de Barcelona und an der UPC (Universidade Politecnica de Catalunya) in Barcelona (postgraduate degree).
Matilde Cassani bewegt sich in ihrer Arbeit an den Grenzen von Architektur, Installation und Event Design. Ihre Recherche-basierte Praxis reflektiert über die räumlichen Implikationen des kulturellen Pluralismus im gegenwärtigen westlichen Kontext.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Kulturinstitutionen und Ausstellungshäusern gezeigt; sie wurden unter anderem in Medien wie Architectural Review, Domus, Abitare, Arqa, Arkitecktur, MONU magazine on Urbanism veröffentlicht. Matilde Cassani war resident fellow an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart und am Headlands Center for the Arts in San Francisco. Storefront for Art and Architecture in New York zeigte 2011 ihre Ausstellung Sacred Spaces in Profane Buildings. Darüber hinaus hat sie das Nationalpavillon des Königreichs Bahrain auf der Architekturbiennale in Venedig (2012) entworfen und mit der Arbeit Countryside Worship an der Architekturbiennale in Venedig 2014 teilgenommen. Diese Arbeit wurde kürzlich vom Victoria and Albert Museum in London angekauft. Gegenwärtig unterrichtet Cassani am Politecnico di Milano und der Domus Academy.

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DIRECTED TOURS & AHALI JOURNAL


Veranstaltungsprogramm im Rahmen von:

 

VFI – VIRGOLO FUTURE INSTITUTE
(Such Claims on Territory Transform Spatial Imagination Into Obscure Anticipations of Repartition) von CAN ALTAY
Ein Projekt von ar/ge kunst und Lungomare

DIRECTED TOUR #1:
17.06.2016, 18 Uhr

Ettore Frangipane (Journalist) im Gespräch mit Kuratoren

DIRECTED TOUR #2:
15.07.2016, 19 Uhr

Michael Obrist (Architekt, Feld 72) im Gespräch mit Kuratoren

DIRECTED TOUR #3:
21.07.2016, 19 Uhr

Giorgio Mezzalira (Historiker, Alexander Langer Stiftung) im Gespräch mit Kuratoren

Directed Tours ist eine Reihe von drei dialogischen Führungen durch die Ausstellung VFI – Virgolo Future Institute von Can Altay in den Räumen der ar/ge kunst.
Beim Namen Directed Tours handelt es sich um eine Ableitung vom Begriff „directed gaze“ (gelenkter Blick). Altay benutzt diese Definition, um die zentrale Rolle zwischenmenschlicher Begegnungen zu betonen, die den Prozess begleiten und beeinflussen, sich mit einem neuen Kontext vertraut zu machen.
Ausgehend von diesem Konzept organisieren ar/ge kunst und Lungomare eine Reihe von vertiefenden Führungen, gemeinsam mit Personen, die dem Künstler während seiner Residenz in Bozen begegnet sind. Sie haben auf diese Weise zur Entwicklung des künstlerischen Forschungsprojektes beigetragen und damit die Ausstellung selbst beeinflusst.

AHALI JOURNAL NEW ISSUES
In Zusammenarbeit mit Salto.bz

Zur Vertiefung des Projektes von Can Altay werden im Laufe der Ausstellung sieben neue Kapitel (issues) des Ahali Magazines veröffentlich, die als Teil der Installation vom Publikum gesammelt werden können.
Die Directed Tours gehen mit den drei entsprechenden Kapiteln Hand in Hand und werden auf dem Informationsportal Salto.bz veröffentlicht.
Die Zeitschrift Ahali wurde von Can Altay 2007 gegründet. Das grafische Konzept stammt von Asli Altay, Future Anecdotes Istanbul (FAI).

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Oliver Ressler and Zanny Begg, The Right of Passage, 2013

The Right of Passage
15. April 2016, 17 Uhr

Filmvorführung und Diskussion

 

Mit Andrea Deaglio (Filmemacher), Lorenzo Pezzani (Architekt), Monika Weissensteiner (Anthropologin).

 

Eine Kooperation von ar/ge kunst  und Bolzano Film Festiva Bozen

Anlässlich der Ausstellung des österreichischen Künstlers Oliver Ressler bei ar/ge kunst ist The Right of Passage ein Abend mit Filmvorführung und Diskussion auf Basis des gleichnamigen Films von Ressler und Zanny Begg.

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

The Right of Passage (19 min, 2013) ist strukturiert durch eine Reihe von Interviews mit Ariella Azoulay, Antonio Negri und Sandro Mazzadra und richtet sein Augenmerk auf Kämpfe zur Erlangung der Staatsbürger_innenschaft, während er zugleich die implizit ausschließende Natur dieses Konzepts kritisch hinterfragt. Der Film bezieht sich auf Stadien oder Initiationsriten, die bedeutende Übergänge auf dem Weg zum Selbstsein markieren und legt nahe, dass Bewegungsfreiheit ein Recht werden muss, das jeder Person unabhängig von ihrem Geburtsort zusteht.

Biografien

Lorenzo Pezzani ist Architekt und lebt in London und Trient. Seine Arbeit behandelt Raumpolitiken und visuelle Kulturen der Migration mit besonderem Fokus auf die Geografien des Meeres. Seit 2011 arbeitet er an Forensic Oceanography, einem Gemeinschaftsprojekt, welches das militarisierte Grenzregime und die Politiken der Migration im Mittelmehr kritisch untersucht. Er ist einer der Gründer von WatchTheMed, einer Onlineplattform, die Todesfälle und Verletzungen der Rechte von Migrant_innen an den Meeresgrenzen der Europäischen Union dokumentiert und kartographiert. Pezzani ist derzeit Postdoktorand an der Kent School of Law.

Andrea Deaglio wurde in Turin geboren, wo er mit der Produktionsfirma Mu Films Dokumentarfilme sowie Multimedia- und audiovisuelle Produktionen realisiert. Zu seinen Dokumentationen gehören: Show all this to the world (Italien 2015, 55′), im Programm des diesjährigen Bolzano Film Festival Bozen; Storie di uomini e lupi (Italien/Frankreich 2015, 75′, Ko-Regie mit Alessandro Abba Legnazzi, produziert von Babydoc Film); Il futuro del mondo passa da qui – City veins (Italien 2010, 63′), Gewinner des Joris Ivens Awards-Best International First Film at Cinèma du Réel (Parigi, 2011) und erster Preis bei Docucity (Milano, 2012); Nera – not the promised land, (Italien 2007, 22′) – Gewinner des Premio Anello Debole.

Monika Weissensteiner ist Anthropologin mit Schwerpunkt auf Fragen von Gewalt, Konflikt, Migration und Gesundheit, sowie auf das Common European Asylum System (CEAS). Sie ist Mitglied der European Association of Social Anthropology (EASA). Seit 2014 ist Weissensteiner Mitarbeiterin der Alexander Langer Stiftung und beteiligt sich an der Initiative ‘Brenner/o Border Monitoring’, einem aktiven Monitoring vor Ort am Brenner, das seit 2015 von Bozen aus operiert.

Mit freundlicher Unterstützung von
Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur
Österreichisches Kulturforum in Mailand
Gemeinde Bozen, Abteilung Kultur
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Sägewerk Tatz Luis, Eppan

In Zusammenarbeit mit:
AKRAT – Sozailgenossenschaft, Bozen
Bolzano Film Festival Bozen

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Nicolò Degiorgis Hidden Islam – Islamic makeshift places of worship in north – east Italy, photograph (2009-11). Courtesy of the artist

Hidden Islam / Sacred interiors in profane buildings
(La Mia Scuola di Architettura*5)
1. März 2016, 19 Uhr

Ein Gespräch zwischen Matilde Cassani und Nicolò Degiorgis über ihre respektiven Forschungen zur Beziehung von religiösen Praktiken in MigrantInnen-Communities zu den informellen Prozessen, mittels derer sie die Stadtlandschaft transformieren. Unter Rückgriff auf das Untersuchungsinstrument Fotografie dokumentieren Cassani und Degiorgis das Innenleben von Gebäuden (Läden, Lagerhäusern, Apartments, Garagen etc.), deren Funktion neu erfunden wurde, um dem aus religiösen Ritualen entspringenden Ausdruck gemeinsamen Lebens Raum zu geben.

Die Veranstaltung findet statt aus Anlass der Buchvorstellung von Hidden Islam von Nicolò Degiorgis, sowie als Teil des Zyklus La Mia Scuola di Architettura*

Hier klicken für das Video

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credits Ivo Corà

Such Claims on Territory Transform Spatial Imagination into Obscure
CAN ALTAY
Dezember 2015 - Mai 2016

SPLIT HORIZON (Virgolo Edition)
von Dezember 2015 bis Mai 2016, verschiedene Orte in Bozen

LIMITED EXPERIENCE
14.11.2015, Zaun des ehemaligen Tennisclubs, Virgl, 15.30 Uhr

Im Rahmen von: Radical Hospitality/ One Year-Long Research Project
Residenzprojekt mit Can Altay
Eine Zusammenarbeit von ar/ge kunst und Lungomare

credits ivo corrà

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credits ivo corrà

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credits ivo corrà

credits ivo corrà

credits ivo corrà

Ende 2014 luden Lungomare und ar/ge kunst den türkischen Künstler Can Altay zu einem Residenzprojekt ein, das noch bis zum Sommer 2016 andauern wird. Seit Projektbeginn beschäftigt sich der Künstler mit Bozen und speziell dem Virgl, dem Hausberg der Stadt. Dabei regt er mit einer Serie von künstlerischen Interventionen die öffentliche Diskussion über das Verhältnis der Stadt zum Virgl an. Jede dieser Initiativen stellt für Altay ein „Fragment“ in seinem Schaffensprozess dar, das aus Eindrücken, Interpretationen oder Kommentaren des Vorgefunden besteht.
Seit November und Dezember 2015 fügt Altay seinem Projekt mit „Such Territorial Claims Transform Spatial Imagination into Obscure (Third Fragment in Two Parts)” eine Episode in zwei Teilen hinzu.

Split Horizon (Virgolo Edition)
Intervention im Öffentlichen Raum
von Dezember 2015 bis Mai 2016, verschiedene Orte in Bozen, 14:30-16:30 Uhr

„Split Horizon (Virgolo Edition)” besteht aus einem Objekt, das entlang einer Strecke positioniert wird, die als real oder auch als mental verstanden werden kann. Denn jeder der auf ihr festgelegten Standorte weist einen stringenten Bezug zu Altays Narration auf.
Mit diesem zweiten Teil seines dritten Fragments richtet Altay seine Aufmerksamkeit erneut auf den Virgl und lädt die Öffentlichkeit dazu ein, seinem Blick zu folgen.

„Split Horizon (Virgolo Edition)” ist raum-zeitlich verortet. Dabei besteht das Projekt aus einem Beobachtungsapparat, der nacheinander an 15 unterschiedlichen Orten in Bozen aufgestellt wird. All diese Orte haben einen bestimmten (nicht nur visuellen) Bezug zum Bozner Hausberg Virgl und sind in Hinblick auf die Dynamiken von Raum und Stadtpolitik für Bozen und seine Geschichte von großer Bedeutung.
Nachdem der Apparat sämtliche Stationen durchlaufen hat, wird er der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, die ihn an weitere Orten tragen kann.

je 14.30-16.30 Uhr, Bozen
02.12.2015 Waltherplatz
06.12.2015 Mediaworld
13.01.2016 Eurac
27.01.2016 Gerichtsplatz
10.02.2016 Turm des Stadtmuseums
24.02.2016 Kabine Rittner Seilbahn
09.03.2016 Private Wohnung (Kapuzinergasse 14, 3. Stock)
16.03.2016 unibz Dachterrasse F6
23.03.2016 Talferbrücke
30.03.2016 Semirurali Park
06.04.2016 Bahnhof Bozen
13.04.2016 Kapuzinergarten
20.04.201 Fußgängerweg zwischen Haslach- und Weineggstraße
04.05.2016 Loretobrücke
11.05.2016 Private Wohnung (Andreas Hofer Str. 19, Terrasse 4. Stock)

Limited Experience

Choreografierter Gang im Öffentlichen Raum
14.11.2015, Zaun des ehemaligen Tennisclubs, Virgl, 15.30 Uhr
In der Hoffnung auf zukünftige Immobilieninvestitionen erwarb eine Gruppe an Unternehmern (BBG Srl) 2008 das Grundstück des ehemaligen Tennisclubs auf dem Virgl. Seitdem hindert eine Einzäunung am Betreten des Grundstücks, das bis dahin zum Naherholungsgebiet der Stadt zählte.
Mit „Limited Experience” lädt der türkische Künstler Can Altay zwölf Personen dazu ein, sich entlang dieser Begrenzung, die den privaten vom öffentlichen Raum trennt, zu bewegen und diese Erfahrung zu teilen.
Die Übung dient dazu, das Konzept der Grenze, wie es derzeit von der städtischen Politik verfolgt wird, zu testen und in Frage zu stellen.

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Image: Daniel Salomon, The Politics of Fermentation, 2015

Spaces of Anticipation
Ein Symposium
20. – 21. November 2015

KEYNOTE

Roberto Poli (UNESCO Chair in Anticipatory Systems, Universität Trient)
Stephen Wright (Autor und Researcher, Collège International de Philosophie, Paris).

 

 

ROUNDTABLE – GESPRÄCH

Bar Project (Kuratoren Kollektiv, Barcelona); Roberto Gigliotti (Professor UNIBZ, Bozen); Emanuele Guidi (Künstlerischer Leiter ar/ge kunst); Krüger & Pardeller, (Künstler, Wien); Lorenzo Sandoval, (Künstler und Kurator, Berlin); Manuel Segade (Kurator, Rotterdam).

 

 

PERFORMANCE

The Politics of Fermentation
Daniel Salomon (Künstler, Berlin)

 

Kuratiert von Lorenzo Sandoval und Emanuele Guidi

Anticipation
‘from past participle stem of anticipare: ante „before“ + capere „to take“
„to take care of ahead of time“’

Anticipate
‘1 Regard as probable; expect or predict.
1.1 Guess or be aware of (what will happen) and take action in order to be prepared.
1.2 Look forward to.
2 Act as a forerunner or precursor of.
2.1 Come or take place before (an event or process expected or scheduled for a later time).’

‘…If the last forty years have been marked by ‘posts’ (post-war, post-colonialism, postmodernism, post-communism), then today, at least, we seem to be in a period of anticipation – an era that museums of contemporary art can help us collectively to sense and understand.’

Das kommende Symposium bei ar/ge kunst ist die dritte Station des von Lorenzo Sandoval und Emanuele Guidi initiierten Forschungsprojekts Spaces of Anticipation. Das Projekt begann im Mai 2014 mit einem ersten Symposium am EACC in Castellón, gefolgt von der Research-Ausstellung Making Room – Spaces of Anticipation bei ar/ge kunst im Juni/Juli 2014.

Antizipation – als ‘Vorausblicken’ ebenso wie als ‘Entgegensehen’ – evoziert die Idee der Erwartung und des Begeistertseins von dem und von denen, die noch ausstehen. Sie verweist auf den Plan, Maßnahmen schon in der Gegenwart zu ergreifen, um auf potentielle Begegnungen vorbereitet zu sein. Antizipation wird somit selbst zu einem Untersuchungsgebiet, zu einem Feld, in dem man gegenwärtige Umstände analysiert, um auf kommende Ereignisse, Entwicklungen und Trends reagieren zu können. In ihren Anwendungen in Design, Architektur, Marketing und sogar im Politischen wird dabei das Publikum (als Nutzer_in, Teilnehmer_in und Konsument_in) zum Hauptgegenstand antizipatorischer Forschung.

Von diesen Überlegungen und Implikationen her untersucht das Projekt Spaces of Anticipation den vielschichtigen Begriff in seinem Bezug auf künstlerische und kulturelle Institutionen. Es schlägt mehrere Forschungslinien vor, die bei der Definition der Handlungsfelder hilfreich sind, in denen Institutionen arbeiten und mit ihren Öffentlichkeiten kommunizieren. Insofern wird der Begriff der Antizipation als konzeptuelles und sprachliches Werkzeug vorgeschlagen, als Basis, von der aus sich die Forschungen entfalten und um die sich verschiedene Positionen in der Diskussion institutioneller Modelle, Praktiken und Haltungen versammeln können.

Das Symposium führt diverse Mitwirkende zueinander: Künster_innen, Kurator_innen und Researcher_innen, die in ihren eigenen Praktiken und Investigationen die Grammatik des Ausstellungsmachens erweitern, indem sie dasselbe mit anderen Formaten der (kollektiven) Wissensproduktion und -distribution verknüpfen. Entsprechend ist ihre besondere Aufmerksamkeit für Formen der Mündlichkeit und Erzählerschaft, für Praktiken der Sorge und Gastfreundschaft sowie für Politiken der Zeit und des Ausstellens zentral für die Diskussion der Beziehungs- und Austauschformen, die sich durch und in Institutionen etablieren lassen.

The Politics of Fermentation
Performance von Daniel Salomon

Daniel Salomon’s Beitrag zum Symposium ist eine partizipative und ganz und gar handfeste Sauerkraut-Performance. Er schreibt dazu: „Fermentation konserviert Nahrungsmittel, ist gesund, spart Energie und schmeckt hervorragend. Unabhängig aber von all diesen Vorteilen schätze ich die Fermentation, weil ich sie als eine unerschöpfliche Quelle von Metaphern dafür ansehe, wie man auf neuartige Weisen mit der Welt in Kontakt treten kann. In mikroskopischer Dimension interagieren Bakterien und Pilze, durchlaufen eine Co-Evolution, tauschen DNA aus, konkurrieren, sterben, ernähren sich von den organischen Überresten der anderen usw., alles gemäß ihrer komplexen Umwelt. Das Fermentieren von Nahrungsmitteln ist viel eher eine Kollaboration mit anderen Spezies (Bakterien und Pilze) als ein Prozess, den wir vollständig kontrollieren würden. Angewandt auf die Idee der Antizipation möchte ich die Sauerkrautherstellung als maßgebliches Paradigma vorschlagen für eine pragmatische und bescheidene Haltung dazu, wie wir unsere Umwelt beeinflussen können.“

Das Symposium findet im Rahmen von Ingrid Hora’s Ausstellung „der Grillentöter/L’ammazzagrilli“ statt und fällt mit deren Finissage zusammen.

Mit der freundlichen Unterstützung von Acción Cultural Española (AC/E)

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Quote from a participant of The Walking Reading Group, London, 2014. Design: Ben Dunmore

The Walking Reading Group on Participation
21. Oktober 2015

18:30 – 20:30 Uhr

 

Treffpunkt:
ar/ge kunst
Museumstr. 29
39100 Bozen

Für diese Edition erforscht The Walking Reading Group die Struktur in der Partizipation – sei es innerhalb einer Gruppe, Zeit oder Raum – mit Texten von Michael Ende, Jo Freeman und Thomas More (im Anhang: TWRG).

The Walking Reading Group, 2013 initiiert von Lydia Ashman, Ania Bas, Simone Mair, ist ein Projekt, das sich mit Wissensaustausch auf intime und dynamische Art und Weise befasst. Im Gegensatz zu einer traditionellen Lesegruppe, wo die Teilnehmer gemeinsam an einem Tisch sitzen und über Texte diskutieren, lädt The Walking Reading Group ein, dasselbe während eines Spazierganges zu machen. Der Tisch wird durch die Straße ersetzt und die dominante Stimme wird von den vielen Meinungen übertönt. Die ausgewählten Texte, die in Disziplin und Format variieren, sind die Basis des Austausches. Die Teilnahme bitte wenn möglich innerhalb 18 Oktober bei info@argekunst.it bestätigen.

Das Projekt findet parallel in drei Städten statt und wird in Zusammenarbeit mit Histeria Kolektiboa Isabel Verdet Peris, Zaramari (Bilbao), The Feminist Library (London) und ar/ge kunst (Bozen) realisiert. Unterstützt wird das Projekt von Eremuak, Bilbao.

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What It Means To Win, Poster, Brave New Alps and Paolo Plotegher, photo by aneres

Was es heisst zu gewinnen
10. Oktober 2015

Workshop III

 

Ein Workshop mit Brave New Alps, Paolo Plotegher und Simone Mair

Wir freuen uns Euch, zum dritten und letzten Workshop Was es heisst zu gewinnen einzuladen. Nachdem wir uns in den ersten Ausgaben mit dem Experimentieren und Hinterfragen von Grenzen, Konflikten und Möglichkeiten eines Territoriums und dessen zeitgenössichen kulturellen Institutionen auseinandergesetzt haben, betrachten wir diesmal die Situation durch eine erweiterte ökologische Perspektive, welche die Interkonnektivität des Menschen und “mehr-als-menschlichen” zur Grundlage hat.

Das Treffen findet am Samstag, 10. Oktober von 11 bis 17 Uhr in der ar/ge kunst statt. Ausgehend von der Galerie, werden wir in einem Stadtspaziergang auf der Grundlage des Textes im Anhang und des Artikels über die Verbindung von Ökologie und Wirtschaft diskutieren.

Dieser erweiterte ökologische Blickpunkt wird auch im zweiten Teil des Workshops beibehalten und durch die Anwendung bestimmter Techniken des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal auf aktuelle Themen und Notwendigkeiten vor Ort bezogen. Daraus entstandene Reflexionen werden abschliessend durch eine gemeinsame Intervention im Stadtraum sichtbar gemacht.

Könnte die Zusammenarbeit und die Erkennung einer Interkonnektivität zwischen Humanem und “mehr-als-humanem” gewinnen bedeuten?

Liebe Grüsse,
Paolo Plotegher, Brave New Alps, Simone Mair

Bitte melde Deine Teilnahme am Workshop wenn möglich bis innerhalb 06.10.2015 an: info@argekunst.it

Hinweis: Der beigefügte Text ist im Moment nur in Englischer Sprache erhältlich. Am Tag des Workshops werden Auszüge in italienischer und deutscher Übersetzung zur Verfügung stehen.

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Die Grosse Verweigerung
Ligna
23 September 2015, 20:30 Uhr

Performance
In Zusammenarbeit mit Festival Transart

 

bei:
Ex-ELECTRONIA
Schlachthofstr. 38
39100 Bozen

Reservierung erforderlich
info@transart.it & 0471 673070

 

Das Künstlerkollektiv LIGNA, gegründet 1997 von den Performancekünstlern und Radio-Aktivisten Ole Frahm, Michael Hueners und Torsten Michaelson, setzt eine Vision in Szene, eine mögliche Europäische Geschichte, die nie stattgefunden hat.
Im August 1914 war ein Kongress der Zweiten Sozialistischen Internationale in Wien geplant, um auf den sich abzeichnenden Kriegsbeginn mit einem europaweiten Generalstreik reagieren zu können. Ein Streik, so die faszinierende Hoffung aller Beteiligten, ließe die Infrastruktur des Krieges in allen Ländern sofort zusammenbrechen. Der Kongress fand nicht statt. Der Krieg kam dem Generalstreik zuvor, die Sozialisten blieben in ihren Heimatländern. Was wäre gewesen, wenn die Vision eines europaweiten Generalstreiks wahr geworden wäre? Wenn der vermeintlich schicksalhafte Lauf der Dinge ausgesetzt worden wäre? Wenn die Anrufung durch die nationale Identität von einer internationalen Verweigerung zum Schweigen gebracht worden wäre? Was bedeutet ein derart radikaler Akt für das, was wir „das Politische“ nennen? Würden wir, hätte der Generalstreik Erfolg gehabt, in Zeiten leben, in denen uns die nationale Identifikation als Zumutung aus ferner Vergangenheit erschiene? Und: Wie ist eine solche Verweigerung, eine solche Vision heute vorstellbar? Die große Verweigerung ist das Reenactment fiktiver Geschichte mit unsicherem Ausgang. Kommt ins Pädagogium der großen Verweigerung!

Die große Verweigerung“ ist das Ergebnis von Forschungsaufenthalten in Bozen, Bologna, Genua und Reggio Emilia im April 2015.

In deutscher und italienischer Sprache


Künstlerische Koordination und Produktion:
Elena Basteri; Emanuele Guidi; Elisa Ricci
Verwaltungskoordinierung: Verena Rastner (ar/ge kunst, Bolzano/Bozen)
Übersetzung: Elena Basteri, Elisa Ricci

Produktionspartner: ar/ge kunst Bolzano / Bozen, Festival Transart Bolzano / Bozen, Santarcangelo 2015 Festival Internazionale del Teatro in Piazza; On; Fondazione Luzzati – Teatro della Tosse; Teatro Stabile dell’Umbria / Terni Festival

Produziert in Zusammenarbeit mit: Goethe – Institut Mailand, Goethe – Institut Genua, Nationales Performance Netz (NPN) International Guest Performance Fund for Dance
Forschungsaufenthalte unterstützt von: Goethe – Institut e.V.

Ligna bedankt sich bei: Franco Berardi Bifo; Max Herold; Hans Heiss; Marco Marzi; Sandro Mezzadra; Cecilia Muraro; Hannes Obermair; Matteo Pasquinelli; Mirko Saltori; Sebastiano Tringali; Cecilia Troiano; Oswald Überegger.

Tour:

Festival Santarcangelo dei Teatri, 10. Juli 2015 (National Premiere)

Festival Transart und ar/ge kunst, 23. September 2015

Terni Festival Internazionale della creazione contemporanea, 20. September 2015

Teatro della Tosse, Genova, 26./27. November 2015

http://ligna.blogspot.it/

Loghi Ligna

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Studio Practice: On the Act of Reading / Valentina Desideri

Studio Practice:
On the Act of Reading

Valentina Desideri
2-3-4 Juli 2015, 14:00 - 20:00 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Philosophin DENISE FERREIRA DA SILVA und  den Choreographinnen JENNIFER LACEY, CRISTINA RIZZO und MARA CASSIANI

Liebe/r Leser/in,

Du bist eingeladen an Studio Practice: On the Act of Reading teilzunehmen. Das Studio ist am 2., 3. und 4. Juli 2015 jeweils von 14-20 Uhr geöffnet. Du kannst darin verweilen so lange oder so kurz du möchtest.

Valentina, Denise, Jennifer, Cristina und Mara werden sich beim Studieren und im Studio zur eingehenderen Betrachtung des Lesevorgangs einfinden.

Gemeinsam tauschen wir uns über verschiedene Praktiken wie Tanz, Heilpraktiken (sowohl fingierte als auch echt), Philosophie, Astrologie, Schreiben und Unterrichten aus.
Wir betrachten jede dieser Aktivitäten als eine Art des Lesens. Aber auch das Lesen als solches erfolgt ständig. Wir alle lesen permanent Texte, Bilder, Situationen, Ausdrücke, Körper, Räume und ein Großteil unseres Verstehens baut auf diesem unmittelbaren Lesen auf.
Jede Form des Lesens erzeugt ein Bild und stellt bereits eine Anordnung und Repräsentation dessen dar, was gelesen wird. Diese Herangehensweise an das Lesen als Bildproduktion lehnt sich an Walter Benjamins Schriften über das Lesen und das Bild als Ausdrucksformen an, welche die Intuition jenem Wissen und Sein vorzieht welches auf Reflexion, Verständnis und Erkenntnis fußt.
Wir laden dich in dieses Studio mit einer bewusst wagen Methodologie ein, welche wir Studio Practice nennen und die auf die Tätigkeit im Studio, wie auch auf das Studieren an sich Bezug nimmt.
Wenn wir das Studieren als eine Tätigkeit mit anderen betrachten – eine Art und Weise des Erlernens aus der andere Formen des Zusammenlebens hervorgehen und umgekehrt- dann ist das Studio nicht nur ein Ort in dem wir studieren/lernen, sondern auch ein Ort, der dank seiner spezifischen Beschaffenheit das Studieren erst ermöglicht.
Das von uns gemeinte Studio ist das Tanzstudio in dem die vielfältigsten ausgesprochen oder einfach vorgeführten Vorschläge aufeinander folgen und durch Körper und Dimensionen (physische, intellektuelle, emotionale, spirituelle) wandern. Im Studio lassen wir uns auf eine Abfolge von Aktionen, Stille, Diskussionen, Versuchen, Banalitäten, Konflikten, Aufregungen ein. Mit anderen Worten: Wir lassen uns ein auf die besondere Art und Weise des „zusammen seins“, welches das Studieren bedeutet.
Wir gehen davon aus, dass niemand von uns weiß was Studieren für eine Bedeutung annehmen könnte und laden dich ins Studio ein, um dort Zeit zu verbringen beim Lesen, Sprechen, Schauen, Zuhören, Treffen, sich Langweilen, dabei interessiert und angeregt zu werden, Material zu sammeln rund um das Lesen und allen möglichen Fragestellungen, die sich bieten nachzugehen.

Gerne kannst du auch ein “Ding” mitbringen, welches du lesen möchtest, ein Buch, einen Brief, ein Objekt, eine Bewegung, deine Hände…
Wir hoffen auf dein Kommen,

Valentina, Denise, Jennifer, Cristina und Mara


Studio Practice: On the Act of Reading
ist eine drei tägige Veranstaltung organisiert von Valentina Desideri in Zusammenarbeit mit Denise Ferreira de Silva, Jennifer Lacey, Cristina Rizzo und Mara Cassiani.

Studio Practice: On the Act of Reading findet in der Ausstellung Bassin ouvert von der Französischen Designerin und Künstlerin Clémence Seilles (bis 1. August 2015) statt.

Ko-produziert mit Bolzano Danza | Tanz Bozen.

Vielen Dank an das Museion für die Teilnahme von Cristina Rizzo.

Studio Practice: On the Act of Reading und Bassin ouvert sind Teil der Platform PIANO (Prepared Platform for Contemporary Art, Frankreich–Italien 2014-2016), die ihrerseits initiiert wurde von d.c.a (Association Française de Développement des Centres d’Art) in Zusammenarbeit mit dem Institut Français in Italien, der Französischen Botschaft in Italien; mit Unterstützung des französischen Ministeriums für auswärtige und internationale Entwicklung, des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation und der Fondazione Nuovi Mecenati.

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engaged anthropology

Angewandte Anthropologie
24 juni 2015, um 18 Uhr

Organisiert von EVAA – Ethnologischer Verein Südtirol, im Rahmen der Ausstellung Bassin ouvert von Clémence Seilles.

Die Veranstaltung ist der Angewandten Ethnologie gewidmet, die sich an sozialen und politischen Prozessen beteiligt.

Mit: Dorothy Zinn – Professorin an der FUB (Freie Universität Bozen), Elisabeth Tauber, Forscherin an der FUB und Monika Weissensteiner, Freiwillige des Flüchtlingsmonitoring.

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Can Altay_Poster_2015

RADICAL HOSPITALITY
CAN ALTAY
26. Mai - 14. Juni 2015

Eine Zusammenarbeit von ar/ge kunst & Lungomare

Im Rahmen der Langzeit-Residency mit Can Altay,kommt der türkische Künstler, der sich mit Themen der Stadt und speziell dem Virgl auseinandersetzt, für einen dritten Arbeitsaufenthalt nach Bozen. Für diese Zeit sind verschiedene Veranstaltungen geplant.

poster campaign
SOLCH TERRITORIALE ANSPRÜCHE VERWANDELN DAS RÄUMLICHE VORSTELLUNGSVERMÖGEN IN
(STUDIO VIRGOLO SECOND FRAGMENTS)

Zeit: 26. Mai 2015 – 14. Juni 2015
Ort: Bozen

Can Altays Projekt über den Bozner Hausberg Virgl setzt sich mit einer zweiten Serie von Fragmenten des Studio Virgolo fort.
Der Zeitungsartikel über die „Maulwurfsmenschen“ („Uomini come le talpe“) von 1948, die kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg,
den damals noch unbefahrenen Tunnel durch den Virgl bewohnten, regt weiterhin die Vorstellung des Künstlers an.
„wer darf öffentlichen Raum beanspruchen, wer muss die Räume der Infrastruktur bewohnen? TUNNELBEWOHNER DER 40ER JAHRE.
DIE ZAHNRADBAHN FÄHRT NICHT MEHR. PARTIES IM EHEMALIGEN CLUBHAUS. KAUFHÄUSER UND FREIZEITPARKS. FLUCHTWEGE UND RÜCKZUGSORTE.“
Altay bespielt mehrere hundert Werbeflächen im Bozner Stadtraum mit einer Plakatserie, die unerfüllte Wünsche und nicht gehaltene Versprechen thematisiert: Wie Poster für einen immaginären Tourismus funktionieren sie als Infokampagne zu Themen, die am Abend des 12. Juni im Projektraum Lungomare öffentlich diskutiert werden.
Can Altay lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Virgl, da dieser als Einzelfall an spezifische Bedingungen gebunden ist und zugleich auf übergeordnete, gesellschaftlich bedeutende Fragen hinweist.

reading group

Zeit: 9. Juni 2015, 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Bahnhofspark, Bozen (bei Regen: Bar Jona, via Crispi)

Im dritten Kapitel von Rebellische Städte beschreibt der marxistische Geograph David Harvey das städtische Gemeingut als Ergebnis sozialer Beziehungen: Städtisches Gemeingut wird von Menschen, die in Städten leben, permanent produziert.
Gentrifizierung, d.h. der sozioökonomische Wandel von Stadtteilen, ist darauf ausgerichtet, aus der städtischen Vitalität Profit zu schlagen. Dieser Prozess wird oft beschönigend „Erneuerung“ genannt. Harvey bezeichnet Gentrifizierung als Privatisierung der städtischen Vitalität, die, oft von öffentlichen Institutionen eingeleitet, nur Wenigen zugute kommt.
Der vorliegende Text kann uns dabei helfen, vom viel beschworenen Gegensatz zwischen „Erneuerung“ und „Verfall“ Abstand zu nehmen. Denn der Prozess der Erneuerung ruft tatsächlich soziale Benachteiligung hervor. Die Lektüre des Texts lässt uns weiter den gegenwärtigen Ausverkauf von öffentlichen Grund und Gütern in Bozen weniger als lokales, sondern vielmehr als globales Phänomen verstehen.
Wie ist die Komplexität urbaner top-down Transformationen in Bozen zu begreifen und welche Möglichkeiten gibt es, das städtische Gemeingut, das wir, die Bewohner der Stadt, kontinuierlich produzieren, zurückzufordern?

(Den Text können Sie vorab bei Lungomare erfragen.)

panel discussion
WIDERSTREITENDE VORSTELLUNG VON RAUM (ENTWICKLUNG DES VIRGLS?)

Zeit 12. Juni 2015, 19:00 Uhr
Ort: Lungomare Rafensteinweg 12, Bozen

mit Stefano Novello, Michael Obrist, Huib Haye van der Werf

Orte wie der Bozner Hausberg Virgl werfen eine Reihe von Fragen auf, deren Beantwortung davon abhängt, wie wir uns die Zukunft unserer Städte vorstellen.
Diese Visionen sind meist von zwei gegensätzlichen Vorstellungen geprägt: von einer Einstellung, die auf den Erhalt von Raum und Struktur abzielt oder von einer neoliberalen Haltung, die der Privatisierung und Kommerzialisierung urbaner oder suburbaner Räume geschuldet ist. Diese beiden Fronten stehen sich heute, im Streit um städtischen Raum, meist kompromisslos gegenüber.
Die von Lungomare und ar/ge kunst organisierte Veranstaltung soll am Beispiel des Virgls gegebene Denkmodelle und konkrete Vorschläge zur Um/nutzung des Bozner Hausbergs zur Sprache bringen. Statt jedoch für eine der beiden oben genannten Haltungen zu argumentieren, begeben wir uns auf die Suche nach neuen Möglichkeiten der Nutzung des städtischen Raums. Dabei wird der Blick über die Besonderheiten des Virgls hinaus auf seine Bedeutung für die weitere Entwicklung von Infrastruktur (Tunnel) und die Räume und Aktivitäten in seiner Nähe gelenkt.
Die drei Vortragenden Stefano Novello (Architekt, Bozen), Michael Obrist/Feld72 (Architekt, Wien) und Huib Haye van der Werf (Künstlerischer Leiter Multiform Institute for Fine Art, Design and Reflection, Maastricht) werden zunächst unterschiedliche Perspektiven und Ideen für den Virgl präsentieren, bevor die Diskussion für das Publikum geöffnet wird.
Die Moderation übernimmt der Künstler Can Altay gemeinsam mit dem Kuratoren-Team.

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ETHNO CAFÉ
FRUCHTBARKEITS RITEN JUGEND UND IDENTITÄT IN SÜDTIROL: Die Fallstudie in Stilfs Im Vinschgau
29. April 2015, 18 Uhr

Ethno Café organisiert von EVAA – Ethnologischer Verein Südtirol, im Rahmen der Reihe La Mia Scuola di Architettura*

Die Professorin Marta Villa, Dozentin für Kulturanthropologie an der Universität in Trient, wird ihre Studie über Identität, Landwirtschaft und Riten präsentieren

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Spatial Dispositions, Cover, 2015

Book Launch: Spatial Dispositions by Aldo Giannotti
28. April 2015, 19:30 Uhr

ar/ge kunst freut sich die Publikation Spatial Dispositions von Aldo Giannotti vorzustellen. Das beim Verlag für Moderne Kunst erschienene Künstlerbuch wurde im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung produziert und ist das Ergebnis der Recherche Giannottis um ar/ge kunst.

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Can Altay, Such Claims on Territory, Installation view photo by Lungomare Bolzano/Bozen

Reading Group
27. April 2015, 18 - 20 Uhr

Ort: Kapuzinergarten Bozen
Im Rahmen von

RADICAL HOSPITALITY: SUCH CLAIMS ON TERRITORY,

Can Altay

 

Eine Zusammenarbeit von ar/ge kunst & Lungomare

 

Ausgehend von der Recherche, die wir gemeinsam mit unserem Gastkünstler Can Altay begonnen haben, laden wir Euch zu einem ersten Treffen innerhalb einer Diskussions- und Lesereihe im städtischen Raum ein. In dieser Reihe geht es um „kleine Gesten der territorialen Inanspruchnahmen; Auseinandersetzungen über die Vorstellung von Räumen; neoliberale Stadtpolitik und Widerstände gegen Vorherrschaften; Zeiten (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), die voneinander und vom Raum nicht trennbar sind“.
In unserem ersten Treffen besprechen wir Auszüge aus dem 1. Kapitel von Deleuzes und Guattaris Werk „Tausend Plateaus“, das dem „Rhizom“ gewidmet ist. Es lässt sich über den folgenden Link aus dem Internet herunterladen (italienische Version).

Unsere Veranstaltungsreihe beginnt mit einem anspruchsvollen Text, den wir nicht im Detail behandeln, sondern vielmehr als Mittel nutzen, um die städtische Realität neu zu lesen. Dabei werden wir uns von der Logik zweigleisiger Gegensätze und „Verzweigungen“ befreien, uns selbst an einer „rhizomatischen“ Herangehensweise versuchen und somit eine Komplexität zulassen, die vorgefertigte Kategorien übersteigt.

Alle Teilnehmer sind außerdem gebeten, einen oder mehrere Gegenstände mitzubringen und uns zu erklären, warum diese für Dringlichkeiten des städtischen Lebens stehen.

Wir schlagen vor, dass Ihr Euch bei der Vorbereitung des Textes auf die Seiten 45 bis 47 konzentriert. Sie handeln vom Unterschied zwischen neukartieren und nachzeichnen. Dieses Thema wird uns gemeinsam mit den mitgebrachten Objekten und möglichen Abschweifen dazu dienen, die Stadt Bozen – und vor allem die Bereiche um den Bahnhof – neu zu verstehen.

Das Treffen wird am nächsten Montag, 27. April, von 18.00-20.00 Uhr im Kapuzinerpark stattfinden („man beginnt immer von der Mitte heraus“ sagen Deleuze und Guattari).
Bei schlechtem Wetter treffen wir uns zunächst vor dem Theater und ziehen dann zu einem geschützten Platz weiter.

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What It Means To Win, Poster, Brave New Alps and Paolo Plotegher, photo by aneres

Was es heisst zu gewinnen
11. April 2015

Workshop II

 

mit Brave New Alps, Paolo Plotegher und Michael Schlauch

… ein Spiel, ein Wettbewerb, die Formulierung einer Strategie, … doch wer ist der Gegner, worum, warum und wofür soll gekämpft werden?

Ausgehend von einem Workshop, der im Juli 2014 bei ar/ge kunst stattgefunden hat, werden wir am Nachmittag des 11. April 2015, auch mit neuen Teilnehmern, anhand mehr oder weniger fiktiver Szenarien, das Innen und Außen von Kulturinstitutionen durchleuchten und dabei die Umgangsformen und Verhältnisse anvisieren, die unser Leben und unsere Leidenschaften befruchten könnten. Wir werden ein Rollenspiel durchführen und Handlungsstrategien entwickeln und mit einer Methode arbeiten, die auf die Prinzipien der Permakultur zurückgeht.

Melden Sie sich zum Workshop unter der Emailadresse info@argekunst.it an.

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Collective Curating from the Spatial Dispositions Series, Aldo Giannotti, ar/ge kunst, Bozen/Bolzano 2015

Collective Curating
aus der Reihe Räumliche Veranlagungen
Aldo Giannotti
26. März 2015

Veranstaltungsuhrzeit:
11:00-13:00 / 15:00-19:00

‘Things the audience would like to present in the exhibition space are drawn by the artist’ / ‘„Dinge, die das Publikum im Ausstellungsraum zeigen will, werden vom Künstler gezeichnet“ ist das Skript zur Zeichnung Collective Curating – eines der vielen Projekte, die in Aldo Giannottis Ausstellung Spatial Dispositions zusammentreffen und in ihr gemäß diverser Zeitlichkeiten aktiviert werden.

Am 26. März wird der Künstler ganztägig in den Räumen von ar/ge kunst anwesend sein und alle persönlich treffen, die dort, wie es im Text heißt, ‘Dinge’ ihrer Wahl präsentieren möchten. Mittels dieser Aktivierung erkundet Giannotti die Idee der Ausstellung als ‘theatre of things’ – Theater der Dinge, die sich durch den Akt des Erzählens im Raum immer weiter sammeln und vermehren.

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Gianni Pettena, La Mia Scuola di Architettura, 2011

La Mia Scuola di Architettura
2013 - laufend

Serie

La Mia Scuola di Architettura übernimmt den Titel einer Foto-Serie des Künstlers und „Anarchitekten“ Gianni Pettena, in der er die Landschaft der Dolomiten rund um Bozen darstellt. Diese Serie von unregelmäßigen öffentlichen Präsentationen beschäftigt sich mit einer Idee von Landschaft, die Einfluss hat auf die Bildung eines Individuums, als Künstler und Einwohner, und somit auch auf das Gefüge einer gesamten Gemeinschaft.
Gleichzeitig regt La Mia Scuola di Architettura einen Denkprozess über mögliche Formate von Wissens-Produktion und -Vermittlung an und weitet diese Idee somit auch auf Erziehung und Schule aus.

*1
26.11.2013
Gespräch mit Gianni Pettena (artista), Pierre Bal-Blanc (direttore Cac Bretigny, kurator in residence Museion), Emanuele Guidi (Künstlerische Leiter ar/ge kunst)

*2
16.07.2014
The School of Narrative Dance, Marinella Senatore

*3
27.01.2015
Come primo amore, Andreas Pichler

*4
29.04.2015
Fruchtbarkeits Riten, Jugend und Identität in Südtirol: die Fallstudie in Stilfs im Vinschgau
Marta Villa – Dozentin für Kulturanthropologie an der Universität in Trient.
Organiziert von EVAA – Ethnologischer Verein Südtirol

*5
01.03.2016
Hidden Islam / Sacred Interiors in Profane Buildings

*6
09.05.2017
Von Landschaft lernen / BAU mit INLAND

*7
19.05.2017
JAPANESE ALPS / Lecture von Francesco Tenaglia

*8
14.03.2018
ELEMENTI PER UNA PRATICA, incontro con Riccardo Previdi

*9
20.06.2018
ON THE MOVE mit Maria Walcher

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Andreas Pichler, My 3 Peaks, video still, 2005

Wie eine erste Liebe
Andreas Pichler
(Ita) 27 Genniao, ore 19

La Mia Scuola di Architettura*

Ar/ge kunst eröffnet das Programm von 2015 mit einer Präsentation von Andreas Pichler (1967, Bozen).
Der Regisseur präsentiert eine Einführung in seine Arbeitsweise, in der er den Schwerpunkt auf die Rolle der Landschaft, insbesondere die in Südtirol, legt. Durch eine Kombination von Filmmaterial und Erzählung reflektiert Pichler über die Beziehungen von Ort – Gemeinschaft – Erzählung in seinem Werk.

Andreas Pichler ist ein Regisseur und Verfasser von zahlreichen Dokumentarfilmen in Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich, die unter anderem von ARTE, RAI Cinema, ZDF und ORF koproduziert wurden. Zu seinen kürzlich erschienenen Produktionen gehören Europe for sale (2014), Die Akte Pasolini (2013) und Das Venedig Prinzip (2012), der als bester Dokumentarfilm beim London Open City Festival und beim Cinemaambiente Turin prämiert wurde.

* La Mia Scuola di Architettura übernimmt den Titel einer Foto-Serie des Künstlers und „Anarchitekten“ Gianni Pettena, in der er die Landschaft der Dolomiten rund um Bozen darstellt. Diese Serie von unregelmäßigen öffentlichen Präsentationen beschäftigt sich mit einer Idee von Landschaft, die Einfluss hat auf die Bildung eines Individuums, als Künstler und Einwohner, und somit auch auf das Gefüge einer gesamten Gemeinschaft.
Gleichzeitig regt La Mia Scuola di Architettura einen Denkprozess über mögliche Formate von Wissens-Produktion und -Vermittlung an und weitet diese Idee somit auch auf Erziehung und Schule aus.

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Gareth Kennedy, Die Unbequeme Wissenschaft (The Uncomfortable Science) Installation design by Harry Thaler, Produced by Kofler and Deplau, San Felice / Val di Non © ar/ge kunst, Aneres 2014

Ethnocafé
Die Unbequeme Wissenschaft
29. Oktober 2014, 19 Uhr

In Zusammenarbeit mit dem
Ethnologischen Verein Südtirol (EVAA)

Der Ethnologische Verein Südtirol (EVAA) organisiert in Zusammenarbeit mit ar/ge kunst ein Ethnocafé, das sich mit der Ausstellung „Die Unbequeme Wissenschaft“ des irischen Künstlers Gareth Kennedy auseinandersetzt. Das Ethnocafé findet am Mittwoch, 29. Oktober 2014 um 19 Uhr in der ar/ge kunst (Museumstr. 29, Bozen) statt. Josef Rainer (Vorstandsmitglied der ar/ge kunst) führt in die Ausstellung ein. Im Anschluss reflektiert Emanuel Valentin (Präsident EVAA) über das Erbe Bronislaw Malinowskis und seine Bedeutung für die heutige Ethnologie. Der Eintritt zum Ethnocafé ist frei.

Die “Unbequeme Wissenschaft” ist das Ergebnis von Recherchen, die der irische Künstler Gareth Kennedy im Rahmen des ersten einjährigen Forschungsprojekts bei ar/ge kunst unternommen hat. Eingeladen mit Blick auf seine Arbeiten zu Volks- und Populärkulturen, ließ sich Kennedy hier auf eine Erkundung der belasteten Geschichte von Folklore und visueller Anthropologie in Südtirol ein.
Im Rahmen von fünf Aufenthalten in diesem und letztem Jahr, führten Kennedys Nachforschungen ihn zur ‘Kulturkommission’ der SS-Studienorganisation ‘Ahnenerbe’, die zwischen 1939 und 1942 in Südtirol aktiv war. Nach Wolfram Sievers, dem Leiter von ‘Ahnenerbe’, bestand die Hauptaufgabe der Kommission „in der Erforschung und Verarbeitung des gesamten Materials sowie der geistigen Güter von … völkischen Deutschen”.
In der vielleicht größten volkskundlich-linguistischen Feldforschungsaktion der Geschichte, dokumentierte die ’Kulturkommission’ erschöpfend die modischen, sprachlichen, populärkulturellen und musikalischen Bräuche der alpinen Bevölkerung. Ihre Kultur sollte erhalten und ihnen nach der Umsiedelung in die Tatra, nach Burgund oder auf die Krim wieder zugänglich gemacht werden – Anthropologie als politisch verordnete Bergungsaktion.
In den regelmäßig stattfindenden Ethnocafés des Ethnologischen Vereins Südtirol EVAA werden Themen rund um die Ethnologie präsentiert und diskutiert. Ein Ziel der Veranstaltungen ist es, die Ethnologie in Südtirol bekannter zu machen und einen informellen Rahmen zu schaffen für Personen, die an ethnologischen Themen interessiert sind.

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bir ihtimal with works by Nils Norman, Ceren Oykut, Sinek Sekiz, and the Park Collective. 2010. Photo: Laleper Aytek

RADICAL HOSPITALITY

CAN ALTAY
ARTIST TALK

EIN PROJEKT VON
AR/GE KUNST UND LUNGOMARE
3. Oktober, um 19 Uhr

bei Lungomare
Rafensteinweg 12
39100 Bozen

 

Can Altay

Can Altay

ar/ge kunst und Lungomare laden den türkischen Künstler Can Altay für ein Residency-Projekt nach Bozen ein. Das Künstlergespräch Anfang Oktober 2014 ist der Anfang eines langfristigen Projektes, in dem sich Can Altay von 2014 bis 2016 mit dem Territorium Südtirol auseinandersetzt. Das Thema der Residency ist „Radical Hospitality“ und lädt den Gast ein, sich grundlegend mit Fragen der Gastfreundschaft auseinander zu setzen und diese zu hinterfragen. Gastfreundschaft beschreibt in diesem Zusammenhang den relationalen und sozialen Raum als temporäre Kondition, sowie als Verhältnis, das einer Machtverhandlung unterliegt.

Can Altay ist Künstler, er lebt und arbeitet in Istanbul. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Funktionen und Bedeutungen, mit der Organisation und Rekonstruktion des öffentlichen Raumes. Altays Interventionen betreffen insbesondere städtebauliche Phänomene und ihr Verhältnis zur künstlerischen Arbeit. Einzelausstellungen bei Arcade, London (2013), Casco, Utrecht (2011), The Showroom, London (2010) und Gruppenausstellungen am Walker Art Center (Minneapolis), VanAbbe Museum (Eindhoven), ZKM (Karlsruhe), Artist Space (New York) und Teilnahmen an den Biennalen in Istanbul, Havana, Busan, Gwangiu, Marrakech, Taipei.

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bir ihtimal with works by Nils Norman, Ceren Oykut, Sinek Sekiz, and the Park Collective. 2010. Photo: Laleper Aytek

One Year-Long Research Project / second
2014 – 2016

/ CAN ALTAY

 

Ein zusammenarbeit mit Lungomare, Bozen

ar/ge kunst führt mit der Einladung an Can Altay das Format „One Year-Long Research Project“ weiter; es handelt sich dabei um ein langfristiges Forschungsprojekt, das im Sommer 2013 mit dem irischen Künstler Gareth Kennedy angefangen hat.

In diesem Kontext, laden ar/ge kunst und Lungomare den türkischen Künstler Can Altay für ein Residency-Projekt nach Bozen ein. Das Künstlergespräch Anfang Oktober 2014 ist der Anfang eines langfristigen Projektes, in dem sich Can Altay von 2014 bis 2016 mit dem Territorium Südtirol auseinandersetzt.
Die Zusammenarbeit zwischen ar/ge kunst und Lungomare entsteht, weil beide Institutionen im kommenden Jahr ähnlichen Fragestellungen nachgehen möchten, und gemeinsam den Dialog erweitern möchten. Beide Institutionen nähern sich dabei dem Projekt mit unterschiedlichen Prämissen.
Beide Institutionen sind Teil des aktiven Dialogs mit dem Künstler Can Altay und dem Territorium. Die produzierten Inhalte werden dieses und nächstes Jahr der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Momenten und Orten zugänglich gemacht: in den Räumlichkeiten der Institutionen, dem öffentlichen Raum, oder anhand von Publikationen.

Vita
Can Altay ist Künstler, er lebt und arbeitet in Istanbul. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Funktionen und Bedeutungen, mit der Organisation und Rekonstruktion des öffentlichen Raumes. Altays Interventionen betreffen insbesondere städtebauliche Phänomene und ihr Verhältnis zur künstlerischen Arbeit. Einzelausstellungen bei Arcade, London (2013), Casco, Utrecht (2011), The Showroom, London (2010) und Gruppenausstellungen am Walker Art Center (Minneapolis), VanAbbe Museum (Eindhoven), ZKM (Karlsruhe), Artist Space (New York) und Teilnahmen an den Biennalen in Istanbul, Havana, Busan, Gwangiu, Marrakech, Taipei

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Gareth Kennedy, Die Unbequeme Wissenschaft (The Uncomfortable Science), Stuben-Forum Installation design di Harry Thaler, produced by Tischlerei & Möbelhaus Kofler, photo argekunt ,2014

STUBEN-FORUM
DIE UNBEQUEME WISSENSCHAFT
(THE UNCOMFORTABLE SCIENCE)
Samstag, 20. September, 15 -18 Uhr

Gareth Kennedy

 

Ausstellungsdesign von Harry Thaler
Produktion von Josef Rainer und Verena Rastner

Kuratiert von Emanuele Guidi

 

 

(in deutscher Sprache)

Eingeladene Redner/innen:

Georg Grote (University College Dublin)
Franz Haller, Experte für Visuelle Anthropologie (Meran)
Thomas Nussbaumer (Universität Innsbruck)
Hannes Obermair (Stadtarchiv Bozen)
Ina Tartler (Vereinigte Bühnen Bozen)
Elizabeth Thaler (Vereinigte Bühnen Bozen)

Moderiert von Hans Karl Peterlini (Journalist und Autor, Bozen)

Programm

15:00 Begrüßung
Emanuele Guidi(Künstlerischer Direktor ar/ge kunst)

15:10 Prolog
Hans Karl Peterlini

15:25 Vorstellung der Masken
Thomas Nussbaumer präsentiert Richard Wolfram und Alfred Quellmalz, Mitglieder der SS Ahnenerbe ‚Kulturkommission‘ für Südtirol (1939 – 1942)
Franz Haller präsentiert Arthur Scheler, Fotograf, gebürtig aus Meran.
Hannes Obermair präsentiert Bronislaw Malinowski, weltbekannter Anthropologe, der in Oberbozen zu urlauben pflegte

16:05 Erstes Forum
Die Geschichte rahmen (Framing History)
Mit Georg Grote und Hannes Obermair

16.35 Zweites Forum
Volkskultur (Bräuche & Missbräuche)
(Folk Culture (Uses & Abuses)
Mit Thomas Nussbaumer, Georg Grote, Franz Haller

17.05 Drittes Forum
Das Unaufführbare aufführen
(Performing the Unstageable)
Mit Ina Tartler und Elisabeth Thaler

17.35 Epilog und öffentliche Diskussion, Fragen

18.00 Ende des Stuben-Forums

Biographien
Georg Grote ist Hochschuldozent für westeuropäische Geschichte und Head of School am University College Dublin. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich historischer Nationalismus und moderner Regionalismus und er hat insbesondere zu den Fallstudien Deutschland, Irland und Südtirol publiziert. Seit 35 Jahren ist Georg Grote ein regelmässiger Besucher Südtirols und hat so die grossen Veränderungen des Landes miterlebt. Südtirol weist eine extreme interessante lokale und regionale Geschichte auf, doch besonders spannend ist die Kontextualisierung der Südtirolgeschichte vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Georg Grote ist bemüht, seinen internationalen Forschungshintergrund und seine grosse Lehrerfahrung in Europa und an seiner Heimatuniversitat in Dublin mit den Ereignissen in Südtirol zu verbinden und interessant darzustellen.

Franz J. Haller 1948* in Meran (Südtirol), Ethnologie Universität Wien, Visuelle Anthropologie an der Universität Göttingen, Feldforschung in Nord- und Zentralafrika und Tiefland-Amazonien, 1974 Mitbegründer des Lamdwirtschafts-Museum Brunnenburg in Dorf Tirol, 1976-1979 Forschungsprofessor der OEA – Organisation Amerikanischer Staaten an der Universität Quito, Ecuador, Produzent von über 150 Filmdokumenten zu Ethnographie und Zeitgeschichte Südtirols für Fernsehen, Schulen und Museen. 2012 Gründung des Internet Portals www.tirolerland.tv

Thomas Nußbaumer, geb. 1966 in Hall in Tirol. Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Innsbruck, Promotion 1998. Veröffentlichung der Dissertation unter dem Titel Alfred Quellmalz und seine Südtiroler Feldforschungen (1940–42). Eine Studie zur musikalischen Volkskunde unter dem Nationalsozialismus (Innsbruck u.a. 2001). Habilitation im Fach Volksmusikforschung 2011 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 1995 ist Nußbaumer wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 2011 Dozent) am Innsbrucker Sitz der Universität Mozarteum Salzburg und leitet den Abteilungsbereich Musikalische Ethnologie innerhalb der Abteilung für Musikwissenschaft. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Musik und Brauch, Fasnacht, Volksmusik und NS, Volksmusiküberlieferung im Alpenraum, insbesondere in Westösterreich und Südtirol (Italien), Musik der Old Order Amish.

Hannes Obermair, geboren 1961 in Bozen. Zu seinen regionalhistorischen Forschungsfeldern zählen Themen der vergleichenden Stadtgeschichte und der frühen Schriftlichkeit im mittleren Alpenraum. Besonderes Augenmerk widmet er in seinen Arbeiten den mittelalterlich-frühneuzeitlichen Übergangsphänomenen, Akkulturationsformen und „Unschärfen“, die die Entwicklung des Tiroler-Trentiner Raums begleiteten und bestimmten. In jüngerer Zeit hat er sich verstärkt zeitgeschichtlichen und historiografiegeschichtlichen Fragestellungen im Kontext von Faschismus und NS-Zeit zugewendet.

Hans Karl Peterlini, geboren 1961 in Bozen. Von den journalistischen Arbeiten zur Politik der Gegenwart und zu Fragen der Zeitgeschichte, vor allem dem politischen und auch gewaltsamen Konflikt um die Südtirol-Autonomie mit dem langen (nie abgeschlossenen) Weg vom Kampf zum friedlichen Zusammenleben hat er sich, über die Erziehungs- und Bildungswissenschaften, in ein neues Berufsfeld mit ähnlichen Interessensfeldern und Fragestellungen eingearbeitet: Wie entwickeln Menschen und Gruppen ihre Identität, wie können Einzelne und Kollektive für Gegenwart und Zukunft lernen, was ist offenen Begegnungshaltungen hinderlich, was förderlich? Im Studienjahr 2014/15 arbeitet er als Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaften und Interkulturelle Bildung an der Universität Klagenfurt.

Ina Tartler, geboren 1966 in Rumänien. 1988 Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2002 bis 2008 leitende Dramaturgin am Schauspielhaus Salzburg. Seit August 2008 Leitung der Dramaturgie an den Vereinigten Bühnen Bozen.

Elisabeth Thaler geboren 1981 in Bozen. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Innsbruck. 2006 Dramaturgie-Hospitanz am Tiroler Landestheater, 2007-2012 Dramaturgie-Assistentin und seit 2012 Dramaturgin an den Vereinigten Bühnen Bozen. Arbeiten u.a. mit Bettina Bruinier, Agnese Cornelio, Philipp Jescheck, Alexander Kratzer, Carina Riedl, Georg Schmiedleitner, Katharina Schwarz.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Autonome Provinz Südtirol, Abteilung Kultur
Autonome Region Trentino Südtirol
Stadtgemeinde Bozen, Abteilung Kultur
Culture Ireland / Cultúr Éireann
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Kofler Tischlerei & Möbelhaus, St. Felix/Nonsberg
Rothoblaas, Kurtatsch
Deplau, St. Felix/Nonsberg
Wolfstuben, Tscherms
Österreichische Mediathek, Wien
pur SÜDTIROL
Lichtstudio Eisenkeil
Dr. Schär, Burgstall

Ein besonderer Dank geht an:
Egetmann Verein Tramin
Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim
Ofas Architekten, Bozen
Referat Volksmusik, Fotoarchiv Quellmalz (Bereich Deutsche und Ladinische Musikschulen

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Was es heisst zu gewinnen
19. Juli 2014, 15 - 19 Uhr

Workshop

 

Brave New Alps & Paolo Plotegher

Im Rahmen der Ausstellung Making Room – Spaces of Anticipation erzählen Brave New Alps & Paolo Plotegher die Geschichte von Michel Serres The Troubadour of Knowlegde, die für und mit der ar/ge kunst eine Recherche einleitet.

Ausgehend von dieser Geschichte, haben Brave New Alps & Paolo Plotegher einen Fragebogen ausgearbeitet, auf den man in seiner Sprache antworten kann – sowohl in der ar/ge kunst Galerie Museum als auch online (DEUTSCH ; ITALIANO ; ENGLISH)

Die Antworten auf den Fragebogen sind der Ausgangspunkt für den Workshop am 19. Juli, der zwischen 15 und 19 Uhr in den Räumlichkeiten der ar/ge kunst Galerie Museum stattfindet.
Der Workshop kreist um das Thema der kulturellen Produktion, das Bestreben, die Wünsche und die Wirtschaftlichkeit, die diese begleiten. Die Ideen, die aus dem Workshop hervorgehen, werden in einer kleinen Publikation ad hoc zusammengefasst.

Melden Sie sich zum Workshop unter der Emailadresse info@argekunst.it an.

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The School of Narrative Dance
16. Juli 2014

Gespräch mit
Marinella Senatore

Als Teil der Serie La Mia Scuola di Architettura* zeigt die Künstlerin Marinella Senatore The School of Narrative Dance, ein Kunsprojekt, das sie in Zusammenarbeit mit dem englischen Architektenkollektiv Assemble realisiert hat.
The School of Narrative Dance ist das Gewinnerprojekt des Premio MAXXI 2014 und Teil der Ausstellung Making Room – Spaces of Anticipation in der ar/ge kunst Galerie Museum.

*La Mia Scuola di Architettura ist eine unregelmäßige Veranstaltungsreihe mit der Absicht, die Bedeutung des Begriffes „Landschaft“ und dessen Einflussnahme auf die Prägung eines Individuums (sowohl als Künstler als auch Bürger) und einer Gemeinschaft zu untersuchen.
Dieses Format verwendet den Titel einer Fotoserie des Künstlers und „Anarchitekten“ Gianni Pettena, in der er die Dolomitenberge, die Bozen umgeben, zeigt.
Die Veranstaltungsreihe ist im Rahmen der Ausstellung Prologue Part Two – La Mia Scuola di Architettura (15 . November 2013 – 11. Jänner 2014) mit einem Gespräch zwischen Gianni Pettena, Pierre Bal-Blanc (CAC Bretigny und Museion Gastkurator) und Emanuele Guidi (ar/ge kunst) eingeleitet worden.

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Photo: Annelie Bortolotti

body-at-publish
22 February 2014

Curandi Katz

Workshop Performance

 

A hands-on workshop performance of the body-at-publish by the duo Curandi Katz at Ar/ge kunst focused on the idea of self-publishing as an intimate gesture. The intention is to activate the objectual element of a book, its function and uses, in the realm of its relationship with the individual and between individuals. Considering its private, possibly affective, predominantly tactile experience in a resistant condition to the idea of a mass reproducibility; Exploring the ways it gets disseminated and shared and how these define its storyline; Reflecting upon the gestures of gratuity and care this idea implies and the organisms it involves in the narrative. The process of publishing is intended as a performative form of exteriorization – transmission – care.
The workshop will be structured around the creation of a self publication using alternative, DIY publishing strategies; Experiencing the steps of appropriation and assemblage using low tech tools, and manually operated jigs. At the disposal of participants will be the selection of books brought by Archive Books on the occasion of the exhibition Constellations of one and many, Curandi Katz’s collection of dissident pamphlets and digital platforms for text-sharing.

A point of departure and historical reference comes from the artists’ on-going research on the late Hungarian-Israeli anarcho-pacifist activist Toma Sik and his multi-faceted use of publishing and knowledge circulation. In Sik’s case they are flyers and surveys that he would hand out during protests in public space in order to reach the other and talk about issues like vegetarianism, nonviolence, human-rights. The activist methodology of reaching the other through the printed word casually handed out, was progressively internalized and transformed by Toma Sik into a personal search for individuals with whom to share intentional living.

With the kind support of:
Provincia Autonoma di Bolzano, Alto Adige, Deutsche Kultur
Città di Bolzano, Ufficio Cultura
Fondazione Cassa di Risparmio, Alto Adige
Mondriaan Stichting, Amsterdam
Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

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Gareth Kennedy

One Year-Long Research Project / first
2013 - 2014

/ GARETH KENNEDY

 

 

Im September 2013 startete ar/ge kunst das Einjährige Forschungsprojekt, im Rahmen dessen ein_e Künstler_in zu einer Serie von Kurzaufenthalten nach Bozen eingeladen wird. Das Projekt beginnt je mit einem Vortrag und kulminiert in einer Einzelausstellung.

Der erste Künstler ist Gareth Kennedy (Irland, *1979).
Eingeladen mit Blick auf seine Arbeiten zu Volks- und Populärkulturen, ließ sich Kennedy hier auf eine Erkundung der belasteten Geschichte von Folklore und visueller Anthropologie in Südtirol ein.

Gespräch mit Gareth Kennedy 24.09.2013 um 19 Uhr in der ar/ge kunst.
Gareth Kennedys Einzelausstellung Die Unbequeme Wahrheit eröffnet am 19. September bis zum 15. November 2014.

Vita
Gareth Kennedy ist ein Künstler aus dem Westen Irlands. Seine Arbeiten erforschen die soziale Wirkmächtigkeit handgefertigter Objekte im 21. Jahrhundert und bringen Interessengemeinschaften um die Produktion und Performanz neuer materialer Kulturen hervor. Indem sie einen anthropologischen Zugang und eine operationelle Ästhetik verwenden, knüpfen diese Arbeiten an die sozialen, kulturellen und ökonomischen Historien einer Lokalität an. Die Ergebnisse schließen meist architektonische Strukturen, Designs und handgemachte Objekte ein, – ebenso wie Performances, welche die physischen Dinge in bestimmten Publikumskontexten zum Leben erwecken. Kennedys Projekte und Ausstellungen sind in Irland wie auch international platziert. Seine Praxis umfasst bisher Aufträge für öffentliche Kunstwerke, Bildungsprojekte, Ausstellungen, Residencies und Kollaborationen. Zusammen mit Sara Browne und ihrer kollaborativen Persona ‘Kennedy Browne’ vertrat er Irland auf der Biennale in Venedig 2009.

www.gkennedy.info

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Rashaad Newsome, The Conductor, video still, 2005-2009

Rashaad Newsome – Film screening
27 October 2010

Film screening in Bezug auf die Ausstellung Rashaad Newsome

ar/ge kunst Galleria Museo
19 Uhr

Happy Negro 2004, video, 5’55“
Elysian Fields 2005, video, 1’45“
The conductor (fortuna imperatrix mundi) & The conductor (primo vere, omnia sol temperat) 2005-2009, video, 6’18“
Paris is burning by Jennie Livingstone, 73′

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Black Atlantic – Hamza Walker & Hank Willis Thomas
15 Januar 2010

Black Atlantic
27 November – 30 Januar 2010

Ein Zusatzprogramm für die thematische Vertiefung der Ausstellung Black Atlantic in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen.

Konferenz
Freie Universität Bozen
19 Uhr

DOWNLOAD MP3

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Kiluanji Kia Henda, Karl Marx, Luanda, 2006 Courtesy the artist and Collezione Raffaella e Stefano Sciarretta, Nomas Foundation, Roma e Galleria Fonti, Napoli

Black Atlantic – Polly Savage & Kiluanji Kia Henda
14 Januar 2010

Black Atlantic
27 November – 30 Januar 2010

Ein Zusatzprogramm für die thematische Vertiefung der Ausstellung Black Atlantic in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen.

Konferenz
Freie Universität Bozen
19 Uhr

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