Museumstr.29
39100 Bozen
t. +39 0471 971 601
f. +39 0471 979 945
Öffnungszeiten
Di-Fr 10-13, 15-19
Sa 10-13
Freier Eintritt
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"Prinzip Grausamkeit" betiteln Anna und Bernhard Johannes Blume ihren jüngsten Fotozyklus, einen starkfarbigen, knallrot umrandeten "Foto-Comic" aus lückenlos gehängten Text- und Bildtafeln, der vom 4. Dezember 1998 bis zum 30. Jänner 1999 in der Bozner Galerie Museum gezeigt wird.
Seit den 70er Jahren bearbeitet das international bekannte, in Köln lebende Künstlerpaar in einer eigenwilligen satirischen bis karikierenden Bildsprache Themen des bürgerlichen Alltags: vom "Wahnzimmer" über den "Küchenkoller" zum "Deutschen Wald" und zum "Transzendentalen Konstruktivismus".
Die Bildvariationen des jüngsten Bildzyklus "Prinzip Grausamkeit" entlarven auf sarkastische Weise die medialen (De)kostruktionsmethoden der Wirklichkeit, beispielsweise durch Fernsehen: "Wie die Unterhaltungskameras die fliegenden Fleischfetzen dem mündigen Fernsehgucker als Snackbeilage servieren, so pressen die Blumes die schöpferischen Zerstörer in die Resultate ihres Gestaltungsmutwillens zurück." (B.Brock)
Die Bild- und Texttafeln der Serie "Prinzip Grausamkeit" umfassen insgesamt 65 Digital-Plots auf der Grundlage computerbearbeiteter Polaroids. Titel und Text sind durch den französischen Philosophen Clement Rosset ("Das Prinzip Grausamkeit", Merve Verlag, Berlin 1994) inspiriert: "Die Dinge sind wie sie sind, d.h. grausam." Wer die Grausamkeit des menschlichen Daseins beklagt und Sinnfragen strapaziert, den therapiert das Künstlerpaar mit unverwechselbarer Ironie und illusionslos-ästhetischem Humors.