Museumstr.29
39100 Bozen
t. +39 0471 971 601
f. +39 0471 979 945
Öffnungszeiten
Di-Fr 10-13, 15-19
Sa 10-13
Freier Eintritt
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Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist der Körper - den, den wir alle bewohnen - den ich aber auf fast geographische Weise betrachte. Dem liegt eine Tradition zugrunde. Ich denke dabei zurück an die Anatomiesäle des frühen 16. Jahrhunderts. Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler, die zum ersten mal eine Reise in das Innere des Körpers machten und dessen "Geographie" erforschten, während andere Abenteurer zur gleichen Zeit die Erde erkundeten; ich meine, daß diese Reisenden, die im Inneren und die im Äußeren Suchenden, sich auf den selben Schienen bewegten. Die neuen Landschaftsformen, die sie vorfanden, wurden durch die Industrialisierung, durch das Radio und später durch das Fernsehen zunehmend verändert. Dieser Wandel geht aufgrund der neuen Kommunikationsmöglichkeiten in verwirrender Geschwindigkeit weiter. Wir sind allesamt anderswo und überall gleichzeitig, aber all diese Veränderungen nahmen wir immer über den gleichen Körper wahr, wir mußten unser Bild von ihm ständig erneuern, immer wieder neue Räume finden, in denen seine gleichbleibende Zerbrechlichkeit gezeigt werden kann. Ich habe hier also nichts weiter getan, als ein offenes Werk zu schaffen - in sich selbst ein Netzwerk - das, wie ich meine, theoretisch wie auch praktisch erlebt werden kann, während man sich in einem anderen System fortbewegt, wobei ich an das Eisenbahnnetz im symbolischen Sinne denke. Ob man nun das ganze oder nur einen Teil des Werkes kennt, seine innere oder äußere Geographie bleibt eine offene Frage, die aber möglicherweise eine erneuernde Antwort hervorruft - denn eine offene Frage ist keine leere Frage. Nur eines weiß ich sicher, wer auf der Stelle tritt, beginnt an Boden zu verlieren. MEHR LUFT bleibt eine offene Datei.