Category Archives: Veranstaltungen

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©Martina della Valle ©Martina della Valle

One flower, one Leaf #3
Ikebana mit Ortsbezug
19-20 / 06 / 2017

Martina della Valle

in Zusammenarbeit mit Rie Ono

 

 

Workshop anlässlich der Ausstellung “Flowers are Documents – Arrangement II”
Mit freundlicher Unterstützung der UniBz – Fachbereich Design und Kunst

 

 

maximale Teilnehmerzahl: 12

Wo: UniBZ, Piazza Università, 1, 39100 Bolzano BZ

Anmeldeschluss: 16. Juni, 13 Uhr


„Dieselbe Blume blüht niemals zweimal auf und der Mensch trifft eine Blume niemals im selben Zustand an. Ikebana vereint diese zwei vergänglichen Faktoren“
Teshigahara Sofu


One flower, one Leaf ist ein Archiv in progress. Es umfasst fotografische Stillleben, die Martina della Valle nach Abschluss von Workshops in den verschiedenen Städten, in Zusammenarbeit mit der Ikebana-Meisterin Rie Ono, erstellt.

Aus dem Studium der Ikebana-Kunst ist One flower, one Leaf entstanden. Absicht ist es, erstens ein partizipatives Event zu schaffen und zweitens, eine mögliche Bindung zu erproben, und zwar zwischen der japanischen Tradition des Blumenarrangements und einem Gedankenspiel, das site-specific ist und sich mit der spontan wachsenden Pflanzenwelt der Randgegenden im städtischen zeitgenössischen Gebiet beschäftigt.

Während des Workshops werden zum Beispiel Themen behandelt wie das Studium der verbleibenden Landschaftsbereiche, die Spuren des menschlichen Eingriffs auf die städtische Vegetation, der Wert der Konzepte von Zeit und Leere und die Fähigkeit der Ikebana-Kunst (sowie die der fotografischen Sprache), Details mittels eines Prozesses der Dekontextualisierung hervorzuheben, die sonst als „minderwertig“ gelten. All dies in Übereinstimmung mit den wichtigsten Punkten der Arbeit Martina della Valles.
Nach einer Einführung in die Ursprünge des Ikebanas erweitert sich die Recherche: die von Pflanzen geprägte Landschaft der Umgebung wird durch einen Ausflug erkundet, der der Auswahl und dem Sammeln von spontan wachsenden pflanzlichen Materialien gewidmet ist (Pflanzen, Äste, Blumen, etc.).
Unter der Leitung von Lehrerin Rie Ono werden die Teilnehmer dann ihre eigene Blumen-Komposition erstellen, um diese zum Schluss des Workshops zu fotografieren.

Die von der Künstlerin durchgeführte fotografische Dokumentation dient einem Landkarten-Portrait der spezifischen Landschaft, das die urbanen Kontexte, in dem der Workshop stattgefunden hat, mittels Kompositionen spontan wachsender Pflanzen in Vergleich setzt (bisher O.f.o.l.#1 – Prato und O.f.o.l.#2 – Rom).

unibz_Design_black_300dpi

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Flowers and Apples from Sainte-Pélagie Prison (Philadelphia Museum of Art and Musée d'Orsay), image by David Horvitz Flowers and Apples from Sainte-Pélagie Prison (Philadelphia Museum of Art and Musée d'Orsay), image by David Horvitz

you and I may not hurry it with a thousand poems my darling but nobody will stop it With all the Policemen in The World.zip
13. Juni 2017

Die von dem amerikanischen Künstler David Horvitz (1981) initiierte Ausstellung “You and I may not hurry it with a thousand poems my darling but nobody will stop it With all the Policemen in The World.zip*” wurde 2012 ins Netz gestellt und anlässlich der Bozner Ausstellung neu verlinkt.


„Im Juni 2012 postete ich die Druckdateien für eine Gruppenausstellung bei der Datenübermittlungswebsite sendspace mit der Erklärung: Diese Ausstellung darf kostenlos heruntergeladen, gedruckt, ausgestellt, veröffentlicht, kopiert usw. werden. Es gibt keine Installationsanweisungen. Die empfohlenen Druckgrößen sind in dem PDF mit der Werkliste aufgeführt.
Der ZIP-komprimierte Ordner wird während des Zeitraums zur Verfügung stehen, in dem der sendspace-Link aktiv ist. Im Anschluss daran werden die Dateien nicht mehr hochgeladen.

Folgende Künstler wurden von mir um ihre Beteiligung an diesem Projekt und um die Übermittlung jeweils eines druckfähigen Werkes zum Thema Blumen gebeten: Anjum Asharia und Marisa Jahn, BFFA3AE, Claudia Sola, David Horvitz, Hans Aarsman, Jon Rafman, Kristina Lee Podesva, Marysia Lewandowska, Michael Mandiberg, Mishka Henner, Natalie Häusler, Vlatka Horvat.

Dahinter stand der Gedanke, einen Frühlingsstrauß zu binden. Zwar näherte sich damals der Frühling schon seinem Ende, doch noch war es Frühling! Ich stellte mir vor, diese Blumen/Dateien in gleicher Weise im Internet auszubringen, wie ein Bauer sein Saatgut auf dem Feld ausbringt. Und ich stellte mir vor, dass die Dateien lange nach der Inaktivierung der sendspace-Url (vielleicht) noch weiter existieren – und irgendwo geteilt würden. Möglicherweise würden sie ja sogar von jemandem neu gepostet (im Sinne einer ungeschlechtlichen Vermehrung)? Ich hatte keinerlei Kontrolle über den endgültigen Ort (und Zeitpunkt) der Ausstellung, wenn sie überhaupt einmal irgendwo (oder irgendwann) stattfinden würde. Aus diesem Grund steht als ihr Endtermin auch ein Fragezeichen, denn sie wird auf unbestimmte Zeit fortgeführt. Außerdem ging es mir darum, dem Internet (das jenseits von natürlichen Zeitverläufen und den vom Kreisen der Erde um die Sonne diktierten Besonderheiten eines Ortes existiert) eine Jahreszeit zu geben.

David Horvitz, Los Angeles 2017


* Im Rahmen der Ausstellung Flowers are Documents, steht die Datei auf der Webseite von ar/ge kunst zur Verfügung und wird am 13. Juni 2017 über den Newsletter erneut lanciert.


Laden Sie die Ausstellung unter diesem Link

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research Image: Plate LXVI from Johann Jakob Scheuchzer’s Physica Sacra (1731) - Source: Wikimedia Commons research Image: Plate LXVI from Johann Jakob Scheuchzer’s Physica Sacra (1731) - Source: Wikimedia Commons

JAPANESE ALPS
Lecture von Francesco Tenaglia
19.05.2017, 17:30 Uhr

(La Mia Scuola di Architettura*7)


In Japanese Alps lässt sich Francesco Tenaglia vom jahrzehntelangen Interesse an den Alpen (und an den Bergpanoramen der angrenzenden Länder) inspirieren, das die japanische Konsumkultur gezeigt hat und positioniert diese parallel zur Vorstellung von „Nostalgie“ (Neologismus und „produziertes“ Gefühl Ende des Siebzehnten Jahrhunderts in den Alpen). In der Wiedergabe möchte Tenaglia – zwischen historisch, anekdotischen Untersuchungen und Spekulation- einige Formen veranschaulichen, in denen Philosophen und Soziologen eine spezielle Inkarnation der Postmoderne im orientalischen Land gesehen haben wollen: Von der Wissenschaft über die Bräuche bis hin zu den Produktions-und Konsummodellen. In einer Vorwegnahme der radikalen Umwandlung der Erzählungs-und Darstellungsformen, denen wir in einer Zeit der extremen Vernetzung beiwohnen.


Francesco Tenaglia ist in Chieti (1974) geboren und arbeitet in Mailand in der Redaktion der Zeitschrift und des Verlags für zeitgenössische Kunst Mousse. Er beschäftigt sich mit Kunst, Musik und Kultur auch für Rolling Stone, Prismo, Vice und Rivista Letteraria.


Video editing: Marcello Tacconelli.
Poster design: Massimiliano Pace

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Inland, Shepherd School, ( 2004 - ongoing) Inland, Shepherd School, ( 2004 - ongoing)

Von Landschaft lernen
BAU mit INLAND
09.05.2017, 19 Uhr

(La Mia Scuola di Scuola di Architettura*6)


Im Rahmen von La Mia Scuola di Architettura* , eine Veranstaltungsreihe, die sich mit Landschaft und dessen Einfluss auf den Einzelnen und die Gemeinschaft auseinandersetzt, spricht die Kunstinitiative BAU über die Relevanz solcher Ideen in Bezug auf das Institutionsmodell BAU und deren Künstlerresidenzen in Südtirol.


Zudem werden die aktuellen BAU Gastkünstler INLAND (bei dieser Gelegenheit von Fernando Garcìa-Dory und Carlos Monleon Gedall vertreten) über das Kunstprojekt Alma (Arbeitstitel) und das Potential der Interaktion von zeitgenössischer Kultur mit dem ländlichen Raum sprechen.


BAU ist eine Initiative für künstlerische Produktion in Südtirol, Italien, aktiv seit 2015. BAU realisiert Künstlerresidenzen, welche mit der lokalen Bevölkerung und dem Territorium sowie dessen traditionellen Tätigkeiten und materiellen Kultur in Dialog treten.
INLAND ist eine spanische Kunstplattform, die sich für Agrikultur, sozial und kulturelle Produktion und kollaborative Tätigkeiten engagiert.


BAU hat INLAND eingeladen ein Projekt in Südtirol im Jahr 2017 zu realisieren. Ausgehend von Alma, einer spekulativen Zukunftsvision, erarbeitet in Austausch mit lokalen Bergbauern, Akademikern, Touristikern, Förstern und Almmeistern, werden die Künstler darüberhinaus über aktuelle Interaktionsfelder von Kunst im ländlichen Raum in Europa sprechen.


http://inland.org
http://fernandogarciadory.com
http://www.b-a-u.it

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Alex Martinis Roe, To Become Two, installation of the exhibition at ar/ge kunst, ©ar/ge kunst, Bolzano, Foto Tiberio Sorvillo, 2017

To Become Two
lecture von Alex Martinis Roe
27. April, 19 Uhr

An diesem öffentlichen Event wird Alex Martinis Roe Fragen beantworten, die sich im Laufe der Ausstellung “To Become Two” seitens der Besucher angesammelt haben. Sie wird eine Präsentation entwerfen, die diese Fragen in Bezug auf ihre Recherche untersucht und dabei verschiedene Techniken anwenden, einschließlich dem Geschichtenerzählen, politischer Theorie und Diagrammen. Dies wird sodann in einen Dialog münden und das Publikum wird zu einem Meeting eingeladen, um Zukunftsmöglichkeiten zu erläutern, die sich aus dem “To Become Two” – Projekt und den hiermit zusammenhängenden Fragen ergeben haben.

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Riccardo Giacconi, Installation View 
©ar/ge kunst, Bozen. Photo Tiberio Sorvillo, 2016

The Variational Status
Riccardo Giacconi
10. Februar, 19 Uhr

BUCHPRÄSENTATION

 

Anlässlich der Einführung des Buches “The Variational Status”, lädt ar/ge kunst Sie zur Präsentation “To Resist Disappearing” (Dem Schwinden Widerstehen) des Professors Frans-Willem Korsten ein; gefolgt von einer Diskussion zwischen dem Künstler Riccardo Giacconi und dem künstlerischen Leiter Emanuele Guidi.

 

 

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Jomohomo, Ingrid Hora, cover 2016 Jomohomo, Ingrid Hora, cover 2016

JOMOHOMO
Ingrid Hora
14 Dezember 2016, 19 Uhr

BUCH PRÄSENTATION
Gespräch mit der Künstlerin Ingrid Hora und Co-Herausgeberin Lisa Mazza


Das Buch dokumentiert und entwickelt die Recherche weiter, die in der ar/ge kunst unter dem Titel „You play This Game…“ (2015) und im DAZ – Deutsches Architektur Zentrum, Berlin unter dem Titel „Freizeyt“ (2015/2016) gezeigt wurde.


Verlag Dentdeleone.co.nz
Herausgegeben von Ingrid Hora und Lisa Mazza
Texte von Shumon Basar, Emanuele Guidi, Ingrid
Hora, Lisa Mazza, Giulia Palladini
Design Åbäke mit Alyssia Lou


Mit finanzieller Unterstützung von DAZ und Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur


Anschließend laden wir zu einem Weihnachtsumtrunk.

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Can Altay, VFI, Virgolo Future Institute, Installation View 
©ar/ge kunst_Lungomare, Bozen. Photo aneres, 2016

DIRECTED TOURS & AHALI JOURNAL


Veranstaltungsprogramm im Rahmen von:

 

VFI - VIRGOLO FUTURE INSTITUTE
(Such Claims on Territory Transform Spatial Imagination Into Obscure Anticipations of Repartition) von CAN ALTAY
Ein Projekt von ar/ge kunst und Lungomare


DIRECTED TOUR #1:
17.06.2016, 18 Uhr

Ettore Frangipane (Journalist) im Gespräch mit Kuratoren


DIRECTED TOUR #2:
15.07.2016, 19 Uhr

Michael Obrist (Architekt, Feld 72) im Gespräch mit Kuratoren


DIRECTED TOUR #3:
21.07.2016, 19 Uhr

Giorgio Mezzalira (Historiker, Alexander Langer Stiftung) im Gespräch mit Kuratoren


Directed Tours ist eine Reihe von drei dialogischen Führungen durch die Ausstellung VFI – Virgolo Future Institute von Can Altay in den Räumen der ar/ge kunst.
Beim Namen Directed Tours handelt es sich um eine Ableitung vom Begriff „directed gaze“ (gelenkter Blick). Altay benutzt diese Definition, um die zentrale Rolle zwischenmenschlicher Begegnungen zu betonen, die den Prozess begleiten und beeinflussen, sich mit einem neuen Kontext vertraut zu machen.
Ausgehend von diesem Konzept organisieren ar/ge kunst und Lungomare eine Reihe von vertiefenden Führungen, gemeinsam mit Personen, die dem Künstler während seiner Residenz in Bozen begegnet sind. Sie haben auf diese Weise zur Entwicklung des künstlerischen Forschungsprojektes beigetragen und damit die Ausstellung selbst beeinflusst.


AHALI JOURNAL NEW ISSUES
In Zusammenarbeit mit Salto.bz

Zur Vertiefung des Projektes von Can Altay werden im Laufe der Ausstellung sieben neue Kapitel (issues) des Ahali Magazines veröffentlich, die als Teil der Installation vom Publikum gesammelt werden können.
Die Directed Tours gehen mit den drei entsprechenden Kapiteln Hand in Hand und werden auf dem Informationsportal Salto.bz veröffentlicht.
Die Zeitschrift Ahali wurde von Can Altay 2007 gegründet. Das grafische Konzept stammt von Asli Altay, Future Anecdotes Istanbul (FAI).

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Oliver Ressler and Zanny Begg, The Right of Passage, 2013 Oliver Ressler and Zanny Begg, The Right of Passage, 2013

The Right of Passage
15. April 2016, 17 Uhr

Filmvorführung und Diskussion

 

Mit Andrea Deaglio (Filmemacher), Lorenzo Pezzani (Architekt), Monika Weissensteiner (Anthropologin).

 

Eine Kooperation von ar/ge kunst  und Bolzano Film Festiva Bozen


Anlässlich der Ausstellung des österreichischen Künstlers Oliver Ressler bei ar/ge kunst ist The Right of Passage ein Abend mit Filmvorführung und Diskussion auf Basis des gleichnamigen Films von Ressler und Zanny Begg.

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini

Foto ar/ge kunst, 2016, Luca Guadagnini


The Right of Passage (19 min, 2013) ist strukturiert durch eine Reihe von Interviews mit Ariella Azoulay, Antonio Negri und Sandro Mazzadra und richtet sein Augenmerk auf Kämpfe zur Erlangung der Staatsbürger_innenschaft, während er zugleich die implizit ausschließende Natur dieses Konzepts kritisch hinterfragt. Der Film bezieht sich auf Stadien oder Initiationsriten, die bedeutende Übergänge auf dem Weg zum Selbstsein markieren und legt nahe, dass Bewegungsfreiheit ein Recht werden muss, das jeder Person unabhängig von ihrem Geburtsort zusteht.


Biografien

Lorenzo Pezzani ist Architekt und lebt in London und Trient. Seine Arbeit behandelt Raumpolitiken und visuelle Kulturen der Migration mit besonderem Fokus auf die Geografien des Meeres. Seit 2011 arbeitet er an Forensic Oceanography, einem Gemeinschaftsprojekt, welches das militarisierte Grenzregime und die Politiken der Migration im Mittelmehr kritisch untersucht. Er ist einer der Gründer von WatchTheMed, einer Onlineplattform, die Todesfälle und Verletzungen der Rechte von Migrant_innen an den Meeresgrenzen der Europäischen Union dokumentiert und kartographiert. Pezzani ist derzeit Postdoktorand an der Kent School of Law.


Andrea Deaglio wurde in Turin geboren, wo er mit der Produktionsfirma Mu Films Dokumentarfilme sowie Multimedia- und audiovisuelle Produktionen realisiert. Zu seinen Dokumentationen gehören: Show all this to the world (Italien 2015, 55′), im Programm des diesjährigen Bolzano Film Festival Bozen; Storie di uomini e lupi (Italien/Frankreich 2015, 75′, Ko-Regie mit Alessandro Abba Legnazzi, produziert von Babydoc Film); Il futuro del mondo passa da qui – City veins (Italien 2010, 63′), Gewinner des Joris Ivens Awards-Best International First Film at Cinèma du Réel (Parigi, 2011) und erster Preis bei Docucity (Milano, 2012); Nera – not the promised land, (Italien 2007, 22′) – Gewinner des Premio Anello Debole.


Monika Weissensteiner ist Anthropologin mit Schwerpunkt auf Fragen von Gewalt, Konflikt, Migration und Gesundheit, sowie auf das Common European Asylum System (CEAS). Sie ist Mitglied der European Association of Social Anthropology (EASA). Seit 2014 ist Weissensteiner Mitarbeiterin der Alexander Langer Stiftung und beteiligt sich an der Initiative ‘Brenner/o Border Monitoring’, einem aktiven Monitoring vor Ort am Brenner, das seit 2015 von Bozen aus operiert.


Mit freundlicher Unterstützung von
Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur
Österreichisches Kulturforum in Mailand
Gemeinde Bozen, Abteilung Kultur
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Sägewerk Tatz Luis, Eppan


In Zusammenarbeit mit:
AKRAT – Sozailgenossenschaft, Bozen
Bolzano Film Festival Bozen

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Nicolò Degiorgis
Hidden Islam – Islamic makeshift places of worship in north – east Italy, photograph (2009-11). Courtesy of the artist Nicolò Degiorgis Hidden Islam – Islamic makeshift places of worship in north – east Italy, photograph (2009-11). Courtesy of the artist

Hidden Islam / Sacred interiors in profane buildings
(La Mia Scuola di Architettura*5)
1. März 2016, 19 Uhr


Ein Gespräch zwischen Matilde Cassani und Nicolò Degiorgis über ihre respektiven Forschungen zur Beziehung von religiösen Praktiken in MigrantInnen-Communities zu den informellen Prozessen, mittels derer sie die Stadtlandschaft transformieren. Unter Rückgriff auf das Untersuchungsinstrument Fotografie dokumentieren Cassani und Degiorgis das Innenleben von Gebäuden (Läden, Lagerhäusern, Apartments, Garagen etc.), deren Funktion neu erfunden wurde, um dem aus religiösen Ritualen entspringenden Ausdruck gemeinsamen Lebens Raum zu geben.


Die Veranstaltung findet statt aus Anlass der Buchvorstellung von Hidden Islam von Nicolò Degiorgis, sowie als Teil des Zyklus La Mia Scuola di Architettura*


Hier klicken für das Video

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credits Ivo Corà credits Ivo Corà

Such Claims on Territory Transform Spatial Imagination into Obscure
CAN ALTAY
Dezember 2015 - Mai 2016

SPLIT HORIZON (Virgolo Edition)
von Dezember 2015 bis Mai 2016, verschiedene Orte in Bozen

LIMITED EXPERIENCE
14.11.2015, Zaun des ehemaligen Tennisclubs, Virgl, 15.30 Uhr

Im Rahmen von: Radical Hospitality/ One Year-Long Research Project
Residenzprojekt mit Can Altay
Eine Zusammenarbeit von ar/ge kunst und Lungomare

credits ivo corrà

credits ivo corrà

credits ivo corrà

credits ivo corrà

credits ivo corrà

credits ivo corrà

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credits ivo corrà

credits ivo corrà


Ende 2014 luden Lungomare und ar/ge kunst den türkischen Künstler Can Altay zu einem Residenzprojekt ein, das noch bis zum Sommer 2016 andauern wird. Seit Projektbeginn beschäftigt sich der Künstler mit Bozen und speziell dem Virgl, dem Hausberg der Stadt. Dabei regt er mit einer Serie von künstlerischen Interventionen die öffentliche Diskussion über das Verhältnis der Stadt zum Virgl an. Jede dieser Initiativen stellt für Altay ein „Fragment“ in seinem Schaffensprozess dar, das aus Eindrücken, Interpretationen oder Kommentaren des Vorgefunden besteht.
Seit November und Dezember 2015 fügt Altay seinem Projekt mit „Such Territorial Claims Transform Spatial Imagination into Obscure (Third Fragment in Two Parts)” eine Episode in zwei Teilen hinzu.


Split Horizon (Virgolo Edition)
Intervention im Öffentlichen Raum
von Dezember 2015 bis Mai 2016, verschiedene Orte in Bozen, 14:30-16:30 Uhr


„Split Horizon (Virgolo Edition)” besteht aus einem Objekt, das entlang einer Strecke positioniert wird, die als real oder auch als mental verstanden werden kann. Denn jeder der auf ihr festgelegten Standorte weist einen stringenten Bezug zu Altays Narration auf.
Mit diesem zweiten Teil seines dritten Fragments richtet Altay seine Aufmerksamkeit erneut auf den Virgl und lädt die Öffentlichkeit dazu ein, seinem Blick zu folgen.


„Split Horizon (Virgolo Edition)” ist raum-zeitlich verortet. Dabei besteht das Projekt aus einem Beobachtungsapparat, der nacheinander an 15 unterschiedlichen Orten in Bozen aufgestellt wird. All diese Orte haben einen bestimmten (nicht nur visuellen) Bezug zum Bozner Hausberg Virgl und sind in Hinblick auf die Dynamiken von Raum und Stadtpolitik für Bozen und seine Geschichte von großer Bedeutung.
Nachdem der Apparat sämtliche Stationen durchlaufen hat, wird er der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, die ihn an weitere Orten tragen kann.


je 14.30-16.30 Uhr, Bozen
02.12.2015 Waltherplatz
06.12.2015 Mediaworld
13.01.2016 Eurac
27.01.2016 Gerichtsplatz
10.02.2016 Turm des Stadtmuseums
24.02.2016 Kabine Rittner Seilbahn
09.03.2016 Private Wohnung (Kapuzinergasse 14, 3. Stock)
16.03.2016 unibz Dachterrasse F6
23.03.2016 Talferbrücke
30.03.2016 Semirurali Park
06.04.2016 Bahnhof Bozen
13.04.2016 Kapuzinergarten
20.04.201 Fußgängerweg zwischen Haslach- und Weineggstraße
04.05.2016 Loretobrücke
11.05.2016 Private Wohnung (Andreas Hofer Str. 19, Terrasse 4. Stock)


Limited Experience

Choreografierter Gang im Öffentlichen Raum
14.11.2015, Zaun des ehemaligen Tennisclubs, Virgl, 15.30 Uhr
In der Hoffnung auf zukünftige Immobilieninvestitionen erwarb eine Gruppe an Unternehmern (BBG Srl) 2008 das Grundstück des ehemaligen Tennisclubs auf dem Virgl. Seitdem hindert eine Einzäunung am Betreten des Grundstücks, das bis dahin zum Naherholungsgebiet der Stadt zählte.
Mit „Limited Experience” lädt der türkische Künstler Can Altay zwölf Personen dazu ein, sich entlang dieser Begrenzung, die den privaten vom öffentlichen Raum trennt, zu bewegen und diese Erfahrung zu teilen.
Die Übung dient dazu, das Konzept der Grenze, wie es derzeit von der städtischen Politik verfolgt wird, zu testen und in Frage zu stellen.

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Quote from a participant of The Walking Reading Group, London, 2014. Design: Ben Dunmore Quote from a participant of The Walking Reading Group, London, 2014. Design: Ben Dunmore

The Walking Reading Group on Participation
21. Oktober 2015

18:30 – 20:30 Uhr

 

Treffpunkt:
ar/ge kunst
Museumstr. 29
39100 Bozen


Für diese Edition erforscht The Walking Reading Group die Struktur in der Partizipation – sei es innerhalb einer Gruppe, Zeit oder Raum – mit Texten von Michael Ende, Jo Freeman und Thomas More (im Anhang: TWRG).


The Walking Reading Group, 2013 initiiert von Lydia Ashman, Ania Bas, Simone Mair, ist ein Projekt, das sich mit Wissensaustausch auf intime und dynamische Art und Weise befasst. Im Gegensatz zu einer traditionellen Lesegruppe, wo die Teilnehmer gemeinsam an einem Tisch sitzen und über Texte diskutieren, lädt The Walking Reading Group ein, dasselbe während eines Spazierganges zu machen. Der Tisch wird durch die Straße ersetzt und die dominante Stimme wird von den vielen Meinungen übertönt. Die ausgewählten Texte, die in Disziplin und Format variieren, sind die Basis des Austausches. Die Teilnahme bitte wenn möglich innerhalb 18 Oktober bei info@argekunst.it bestätigen.


Das Projekt findet parallel in drei Städten statt und wird in Zusammenarbeit mit Histeria Kolektiboa Isabel Verdet Peris, Zaramari (Bilbao), The Feminist Library (London) und ar/ge kunst (Bozen) realisiert. Unterstützt wird das Projekt von Eremuak, Bilbao.

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What It Means To Win, Poster, Brave New Alps and Paolo Plotegher, photo by aneres

Was es heisst zu gewinnen
10. Oktober 2015

Workshop III

 

Ein Workshop mit Brave New Alps, Paolo Plotegher und Simone Mair


Wir freuen uns Euch, zum dritten und letzten Workshop Was es heisst zu gewinnen einzuladen. Nachdem wir uns in den ersten Ausgaben mit dem Experimentieren und Hinterfragen von Grenzen, Konflikten und Möglichkeiten eines Territoriums und dessen zeitgenössichen kulturellen Institutionen auseinandergesetzt haben, betrachten wir diesmal die Situation durch eine erweiterte ökologische Perspektive, welche die Interkonnektivität des Menschen und “mehr-als-menschlichen” zur Grundlage hat.


Das Treffen findet am Samstag, 10. Oktober von 11 bis 17 Uhr in der ar/ge kunst statt. Ausgehend von der Galerie, werden wir in einem Stadtspaziergang auf der Grundlage des Textes im Anhang und des Artikels über die Verbindung von Ökologie und Wirtschaft diskutieren.


Dieser erweiterte ökologische Blickpunkt wird auch im zweiten Teil des Workshops beibehalten und durch die Anwendung bestimmter Techniken des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal auf aktuelle Themen und Notwendigkeiten vor Ort bezogen. Daraus entstandene Reflexionen werden abschliessend durch eine gemeinsame Intervention im Stadtraum sichtbar gemacht.


Könnte die Zusammenarbeit und die Erkennung einer Interkonnektivität zwischen Humanem und “mehr-als-humanem” gewinnen bedeuten?


Liebe Grüsse,
Paolo Plotegher, Brave New Alps, Simone Mair


Bitte melde Deine Teilnahme am Workshop wenn möglich bis innerhalb 06.10.2015 an: info@argekunst.it


Hinweis: Der beigefügte Text ist im Moment nur in Englischer Sprache erhältlich. Am Tag des Workshops werden Auszüge in italienischer und deutscher Übersetzung zur Verfügung stehen.

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engaged anthropology engaged anthropology

Angewandte Anthropologie
24 juni 2015, um 18 Uhr

Organisiert von EVAA – Ethnologischer Verein Südtirol, im Rahmen der Ausstellung Bassin ouvert von Clémence Seilles.


Die Veranstaltung ist der Angewandten Ethnologie gewidmet, die sich an sozialen und politischen Prozessen beteiligt.

Mit: Dorothy Zinn – Professorin an der FUB (Freie Universität Bozen), Elisabeth Tauber, Forscherin an der FUB und Monika Weissensteiner, Freiwillige des Flüchtlingsmonitoring.

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Can Altay_Poster_2015 Can Altay_Poster_2015

RADICAL HOSPITALITY
CAN ALTAY
26. Mai - 14. Juni 2015

Eine Zusammenarbeit von ar/ge kunst & Lungomare

Im Rahmen der Langzeit-Residency mit Can Altay,kommt der türkische Künstler, der sich mit Themen der Stadt und speziell dem Virgl auseinandersetzt, für einen dritten Arbeitsaufenthalt nach Bozen. Für diese Zeit sind verschiedene Veranstaltungen geplant.


poster campaign
SOLCH TERRITORIALE ANSPRÜCHE VERWANDELN DAS RÄUMLICHE VORSTELLUNGSVERMÖGEN IN
(STUDIO VIRGOLO SECOND FRAGMENTS)

Zeit: 26. Mai 2015 – 14. Juni 2015
Ort: Bozen

Can Altays Projekt über den Bozner Hausberg Virgl setzt sich mit einer zweiten Serie von Fragmenten des Studio Virgolo fort.
Der Zeitungsartikel über die “Maulwurfsmenschen” (“Uomini come le talpe”) von 1948, die kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg,
den damals noch unbefahrenen Tunnel durch den Virgl bewohnten, regt weiterhin die Vorstellung des Künstlers an.
“wer darf öffentlichen Raum beanspruchen, wer muss die Räume der Infrastruktur bewohnen? TUNNELBEWOHNER DER 40ER JAHRE.
DIE ZAHNRADBAHN FÄHRT NICHT MEHR. PARTIES IM EHEMALIGEN CLUBHAUS. KAUFHÄUSER UND FREIZEITPARKS. FLUCHTWEGE UND RÜCKZUGSORTE.”
Altay bespielt mehrere hundert Werbeflächen im Bozner Stadtraum mit einer Plakatserie, die unerfüllte Wünsche und nicht gehaltene Versprechen thematisiert: Wie Poster für einen immaginären Tourismus funktionieren sie als Infokampagne zu Themen, die am Abend des 12. Juni im Projektraum Lungomare öffentlich diskutiert werden.
Can Altay lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Virgl, da dieser als Einzelfall an spezifische Bedingungen gebunden ist und zugleich auf übergeordnete, gesellschaftlich bedeutende Fragen hinweist.


reading group

Zeit: 9. Juni 2015, 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Bahnhofspark, Bozen (bei Regen: Bar Jona, via Crispi)

Im dritten Kapitel von Rebellische Städte beschreibt der marxistische Geograph David Harvey das städtische Gemeingut als Ergebnis sozialer Beziehungen: Städtisches Gemeingut wird von Menschen, die in Städten leben, permanent produziert.
Gentrifizierung, d.h. der sozioökonomische Wandel von Stadtteilen, ist darauf ausgerichtet, aus der städtischen Vitalität Profit zu schlagen. Dieser Prozess wird oft beschönigend “Erneuerung” genannt. Harvey bezeichnet Gentrifizierung als Privatisierung der städtischen Vitalität, die, oft von öffentlichen Institutionen eingeleitet, nur Wenigen zugute kommt.
Der vorliegende Text kann uns dabei helfen, vom viel beschworenen Gegensatz zwischen “Erneuerung” und “Verfall” Abstand zu nehmen. Denn der Prozess der Erneuerung ruft tatsächlich soziale Benachteiligung hervor. Die Lektüre des Texts lässt uns weiter den gegenwärtigen Ausverkauf von öffentlichen Grund und Gütern in Bozen weniger als lokales, sondern vielmehr als globales Phänomen verstehen.
Wie ist die Komplexität urbaner top-down Transformationen in Bozen zu begreifen und welche Möglichkeiten gibt es, das städtische Gemeingut, das wir, die Bewohner der Stadt, kontinuierlich produzieren, zurückzufordern?

(Den Text können Sie vorab bei Lungomare erfragen.)


panel discussion
WIDERSTREITENDE VORSTELLUNG VON RAUM (ENTWICKLUNG DES VIRGLS?)

Zeit 12. Juni 2015, 19:00 Uhr
Ort: Lungomare Rafensteinweg 12, Bozen

mit Stefano Novello, Michael Obrist, Huib Haye van der Werf

Orte wie der Bozner Hausberg Virgl werfen eine Reihe von Fragen auf, deren Beantwortung davon abhängt, wie wir uns die Zukunft unserer Städte vorstellen.
Diese Visionen sind meist von zwei gegensätzlichen Vorstellungen geprägt: von einer Einstellung, die auf den Erhalt von Raum und Struktur abzielt oder von einer neoliberalen Haltung, die der Privatisierung und Kommerzialisierung urbaner oder suburbaner Räume geschuldet ist. Diese beiden Fronten stehen sich heute, im Streit um städtischen Raum, meist kompromisslos gegenüber.
Die von Lungomare und ar/ge kunst organisierte Veranstaltung soll am Beispiel des Virgls gegebene Denkmodelle und konkrete Vorschläge zur Um/nutzung des Bozner Hausbergs zur Sprache bringen. Statt jedoch für eine der beiden oben genannten Haltungen zu argumentieren, begeben wir uns auf die Suche nach neuen Möglichkeiten der Nutzung des städtischen Raums. Dabei wird der Blick über die Besonderheiten des Virgls hinaus auf seine Bedeutung für die weitere Entwicklung von Infrastruktur (Tunnel) und die Räume und Aktivitäten in seiner Nähe gelenkt.
Die drei Vortragenden Stefano Novello (Architekt, Bozen), Michael Obrist/Feld72 (Architekt, Wien) und Huib Haye van der Werf (Künstlerischer Leiter Multiform Institute for Fine Art, Design and Reflection, Maastricht) werden zunächst unterschiedliche Perspektiven und Ideen für den Virgl präsentieren, bevor die Diskussion für das Publikum geöffnet wird.
Die Moderation übernimmt der Künstler Can Altay gemeinsam mit dem Kuratoren-Team.

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EVAA

ETHNO CAFÉ
FRUCHTBARKEITS RITEN JUGEND UND IDENTITÄT IN SÜDTIROL: Die Fallstudie in Stilfs Im Vinschgau
29. April 2015, 18 Uhr

Ethno Café organisiert von EVAA – Ethnologischer Verein Südtirol, im Rahmen der Reihe La Mia Scuola di Architettura*



Die Professorin Marta Villa, Dozentin für Kulturanthropologie an der Universität in Trient, wird ihre Studie über Identität, Landwirtschaft und Riten präsentieren

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Spatial Dispositions, Cover, 2015 Spatial Dispositions, Cover, 2015

Book Launch: Spatial Dispositions by Aldo Giannotti
28. April 2015, 19:30 Uhr

ar/ge kunst freut sich die Publikation Spatial Dispositions von Aldo Giannotti vorzustellen. Das beim Verlag für Moderne Kunst erschienene Künstlerbuch wurde im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung produziert und ist das Ergebnis der Recherche Giannottis um ar/ge kunst.

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Can Altay, Such Claims on Territory, Installation view
photo by Lungomare Bolzano/Bozen Can Altay, Such Claims on Territory, Installation view photo by Lungomare Bolzano/Bozen

Reading Group
27. April 2015, 18 - 20 Uhr

Ort: Kapuzinergarten Bozen
Im Rahmen von

RADICAL HOSPITALITY: SUCH CLAIMS ON TERRITORY,

Can Altay

 

Eine Zusammenarbeit von ar/ge kunst & Lungomare

 

Ausgehend von der Recherche, die wir gemeinsam mit unserem Gastkünstler Can Altay begonnen haben, laden wir Euch zu einem ersten Treffen innerhalb einer Diskussions- und Lesereihe im städtischen Raum ein. In dieser Reihe geht es um „kleine Gesten der territorialen Inanspruchnahmen; Auseinandersetzungen über die Vorstellung von Räumen; neoliberale Stadtpolitik und Widerstände gegen Vorherrschaften; Zeiten (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), die voneinander und vom Raum nicht trennbar sind“.
In unserem ersten Treffen besprechen wir Auszüge aus dem 1. Kapitel von Deleuzes und Guattaris Werk „Tausend Plateaus“, das dem „Rhizom“ gewidmet ist. Es lässt sich über den folgenden Link aus dem Internet herunterladen (italienische Version).

Unsere Veranstaltungsreihe beginnt mit einem anspruchsvollen Text, den wir nicht im Detail behandeln, sondern vielmehr als Mittel nutzen, um die städtische Realität neu zu lesen. Dabei werden wir uns von der Logik zweigleisiger Gegensätze und „Verzweigungen“ befreien, uns selbst an einer „rhizomatischen“ Herangehensweise versuchen und somit eine Komplexität zulassen, die vorgefertigte Kategorien übersteigt.

Alle Teilnehmer sind außerdem gebeten, einen oder mehrere Gegenstände mitzubringen und uns zu erklären, warum diese für Dringlichkeiten des städtischen Lebens stehen.

Wir schlagen vor, dass Ihr Euch bei der Vorbereitung des Textes auf die Seiten 45 bis 47 konzentriert. Sie handeln vom Unterschied zwischen neukartieren und nachzeichnen. Dieses Thema wird uns gemeinsam mit den mitgebrachten Objekten und möglichen Abschweifen dazu dienen, die Stadt Bozen – und vor allem die Bereiche um den Bahnhof – neu zu verstehen.

Das Treffen wird am nächsten Montag, 27. April, von 18.00-20.00 Uhr im Kapuzinerpark stattfinden („man beginnt immer von der Mitte heraus“ sagen Deleuze und Guattari).
Bei schlechtem Wetter treffen wir uns zunächst vor dem Theater und ziehen dann zu einem geschützten Platz weiter.

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What It Means To Win, Poster, Brave New Alps and Paolo Plotegher, photo by aneres

Was es heisst zu gewinnen
11. April 2015

Workshop II

 

mit Brave New Alps, Paolo Plotegher und Michael Schlauch


… ein Spiel, ein Wettbewerb, die Formulierung einer Strategie, … doch wer ist der Gegner, worum, warum und wofür soll gekämpft werden?


Ausgehend von einem Workshop, der im Juli 2014 bei ar/ge kunst stattgefunden hat, werden wir am Nachmittag des 11. April 2015, auch mit neuen Teilnehmern, anhand mehr oder weniger fiktiver Szenarien, das Innen und Außen von Kulturinstitutionen durchleuchten und dabei die Umgangsformen und Verhältnisse anvisieren, die unser Leben und unsere Leidenschaften befruchten könnten. Wir werden ein Rollenspiel durchführen und Handlungsstrategien entwickeln und mit einer Methode arbeiten, die auf die Prinzipien der Permakultur zurückgeht.


Melden Sie sich zum Workshop unter der Emailadresse info@argekunst.it an.

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Collective Curating from the Spatial Dispositions Series, Aldo Giannotti, ar/ge kunst, Bozen/Bolzano 2015 Collective Curating from the Spatial Dispositions Series, Aldo Giannotti, ar/ge kunst, Bozen/Bolzano 2015

Collective Curating
aus der Reihe Räumliche Veranlagungen
Aldo Giannotti
26. März 2015

Veranstaltungsuhrzeit:
11:00-13:00 / 15:00-19:00

‘Things the audience would like to present in the exhibition space are drawn by the artist’ / ‘„Dinge, die das Publikum im Ausstellungsraum zeigen will, werden vom Künstler gezeichnet“ ist das Skript zur Zeichnung Collective Curating – eines der vielen Projekte, die in Aldo Giannottis Ausstellung Spatial Dispositions zusammentreffen und in ihr gemäß diverser Zeitlichkeiten aktiviert werden.

Am 26. März wird der Künstler ganztägig in den Räumen von ar/ge kunst anwesend sein und alle persönlich treffen, die dort, wie es im Text heißt, ‘Dinge’ ihrer Wahl präsentieren möchten. Mittels dieser Aktivierung erkundet Giannotti die Idee der Ausstellung als ‘theatre of things’ – Theater der Dinge, die sich durch den Akt des Erzählens im Raum immer weiter sammeln und vermehren.

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Andreas Pichler, My 3 Peaks, video still, 2005 Andreas Pichler, My 3 Peaks, video still, 2005

Wie eine erste Liebe
Andreas Pichler
(Ita) 27 Genniao, ore 19

La Mia Scuola di Architettura*


Ar/ge kunst eröffnet das Programm von 2015 mit einer Präsentation von Andreas Pichler (1967, Bozen).
Der Regisseur präsentiert eine Einführung in seine Arbeitsweise, in der er den Schwerpunkt auf die Rolle der Landschaft, insbesondere die in Südtirol, legt. Durch eine Kombination von Filmmaterial und Erzählung reflektiert Pichler über die Beziehungen von Ort – Gemeinschaft – Erzählung in seinem Werk.


Andreas Pichler ist ein Regisseur und Verfasser von zahlreichen Dokumentarfilmen in Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich, die unter anderem von ARTE, RAI Cinema, ZDF und ORF koproduziert wurden. Zu seinen kürzlich erschienenen Produktionen gehören Europe for sale (2014), Die Akte Pasolini (2013) und Das Venedig Prinzip (2012), der als bester Dokumentarfilm beim London Open City Festival und beim Cinemaambiente Turin prämiert wurde.


* La Mia Scuola di Architettura übernimmt den Titel einer Foto-Serie des Künstlers und “Anarchitekten” Gianni Pettena, in der er die Landschaft der Dolomiten rund um Bozen darstellt. Diese Serie von unregelmäßigen öffentlichen Präsentationen beschäftigt sich mit einer Idee von Landschaft, die Einfluss hat auf die Bildung eines Individuums, als Künstler und Einwohner, und somit auch auf das Gefüge einer gesamten Gemeinschaft.
Gleichzeitig regt La Mia Scuola di Architettura einen Denkprozess über mögliche Formate von Wissens-Produktion und -Vermittlung an und weitet diese Idee somit auch auf Erziehung und Schule aus.

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Gareth Kennedy, Die Unbequeme Wissenschaft (The Uncomfortable Science)
Installation design by Harry Thaler, Produced by Kofler and Deplau, San Felice / Val di Non
© ar/ge kunst, Aneres 2014 Gareth Kennedy, Die Unbequeme Wissenschaft (The Uncomfortable Science) Installation design by Harry Thaler, Produced by Kofler and Deplau, San Felice / Val di Non © ar/ge kunst, Aneres 2014

Ethnocafé
Die Unbequeme Wissenschaft
29. Oktober 2014, 19 Uhr

In Zusammenarbeit mit dem
Ethnologischen Verein Südtirol (EVAA)


Der Ethnologische Verein Südtirol (EVAA) organisiert in Zusammenarbeit mit ar/ge kunst ein Ethnocafé, das sich mit der Ausstellung „Die Unbequeme Wissenschaft“ des irischen Künstlers Gareth Kennedy auseinandersetzt. Das Ethnocafé findet am Mittwoch, 29. Oktober 2014 um 19 Uhr in der ar/ge kunst (Museumstr. 29, Bozen) statt. Josef Rainer (Vorstandsmitglied der ar/ge kunst) führt in die Ausstellung ein. Im Anschluss reflektiert Emanuel Valentin (Präsident EVAA) über das Erbe Bronislaw Malinowskis und seine Bedeutung für die heutige Ethnologie. Der Eintritt zum Ethnocafé ist frei.


Die “Unbequeme Wissenschaft” ist das Ergebnis von Recherchen, die der irische Künstler Gareth Kennedy im Rahmen des ersten einjährigen Forschungsprojekts bei ar/ge kunst unternommen hat. Eingeladen mit Blick auf seine Arbeiten zu Volks- und Populärkulturen, ließ sich Kennedy hier auf eine Erkundung der belasteten Geschichte von Folklore und visueller Anthropologie in Südtirol ein.
Im Rahmen von fünf Aufenthalten in diesem und letztem Jahr, führten Kennedys Nachforschungen ihn zur ‘Kulturkommission’ der SS-Studienorganisation ‘Ahnenerbe’, die zwischen 1939 und 1942 in Südtirol aktiv war. Nach Wolfram Sievers, dem Leiter von ‘Ahnenerbe’, bestand die Hauptaufgabe der Kommission „in der Erforschung und Verarbeitung des gesamten Materials sowie der geistigen Güter von … völkischen Deutschen”.
In der vielleicht größten volkskundlich-linguistischen Feldforschungsaktion der Geschichte, dokumentierte die ’Kulturkommission’ erschöpfend die modischen, sprachlichen, populärkulturellen und musikalischen Bräuche der alpinen Bevölkerung. Ihre Kultur sollte erhalten und ihnen nach der Umsiedelung in die Tatra, nach Burgund oder auf die Krim wieder zugänglich gemacht werden – Anthropologie als politisch verordnete Bergungsaktion.
In den regelmäßig stattfindenden Ethnocafés des Ethnologischen Vereins Südtirol EVAA werden Themen rund um die Ethnologie präsentiert und diskutiert. Ein Ziel der Veranstaltungen ist es, die Ethnologie in Südtirol bekannter zu machen und einen informellen Rahmen zu schaffen für Personen, die an ethnologischen Themen interessiert sind.

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bir ihtimal with works by Nils Norman, Ceren Oykut, Sinek Sekiz, and the Park Collective. 2010. Photo: Laleper Aytek bir ihtimal with works by Nils Norman, Ceren Oykut, Sinek Sekiz, and the Park Collective. 2010. Photo: Laleper Aytek

RADICAL HOSPITALITY

CAN ALTAY
ARTIST TALK

EIN PROJEKT VON
AR/GE KUNST UND LUNGOMARE
3. Oktober, um 19 Uhr

bei Lungomare
Rafensteinweg 12
39100 Bozen

 

Can Altay

Can Altay


ar/ge kunst und Lungomare laden den türkischen Künstler Can Altay für ein Residency-Projekt nach Bozen ein. Das Künstlergespräch Anfang Oktober 2014 ist der Anfang eines langfristigen Projektes, in dem sich Can Altay von 2014 bis 2016 mit dem Territorium Südtirol auseinandersetzt. Das Thema der Residency ist “Radical Hospitality” und lädt den Gast ein, sich grundlegend mit Fragen der Gastfreundschaft auseinander zu setzen und diese zu hinterfragen. Gastfreundschaft beschreibt in diesem Zusammenhang den relationalen und sozialen Raum als temporäre Kondition, sowie als Verhältnis, das einer Machtverhandlung unterliegt.


Can Altay ist Künstler, er lebt und arbeitet in Istanbul. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Funktionen und Bedeutungen, mit der Organisation und Rekonstruktion des öffentlichen Raumes. Altays Interventionen betreffen insbesondere städtebauliche Phänomene und ihr Verhältnis zur künstlerischen Arbeit. Einzelausstellungen bei Arcade, London (2013), Casco, Utrecht (2011), The Showroom, London (2010) und Gruppenausstellungen am Walker Art Center (Minneapolis), VanAbbe Museum (Eindhoven), ZKM (Karlsruhe), Artist Space (New York) und Teilnahmen an den Biennalen in Istanbul, Havana, Busan, Gwangiu, Marrakech, Taipei.

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Gareth Kennedy, Die Unbequeme Wissenschaft (The Uncomfortable Science), Stuben-Forum
Installation design di Harry Thaler, produced by Tischlerei & Möbelhaus Kofler, photo argekunt ,2014 Gareth Kennedy, Die Unbequeme Wissenschaft (The Uncomfortable Science), Stuben-Forum Installation design di Harry Thaler, produced by Tischlerei & Möbelhaus Kofler, photo argekunt ,2014

STUBEN-FORUM
DIE UNBEQUEME WISSENSCHAFT
(THE UNCOMFORTABLE SCIENCE)
Samstag, 20. September, 15 -18 Uhr

Gareth Kennedy

 

Ausstellungsdesign von Harry Thaler
Produktion von Josef Rainer und Verena Rastner

Kuratiert von Emanuele Guidi

 

 

(in deutscher Sprache)


Eingeladene Redner/innen:

Georg Grote (University College Dublin)
Franz Haller, Experte für Visuelle Anthropologie (Meran)
Thomas Nussbaumer (Universität Innsbruck)
Hannes Obermair (Stadtarchiv Bozen)
Ina Tartler (Vereinigte Bühnen Bozen)
Elizabeth Thaler (Vereinigte Bühnen Bozen)

Moderiert von Hans Karl Peterlini (Journalist und Autor, Bozen)


Programm

15:00 Begrüßung
Emanuele Guidi(Künstlerischer Direktor ar/ge kunst)

15:10 Prolog
Hans Karl Peterlini

15:25 Vorstellung der Masken
Thomas Nussbaumer präsentiert Richard Wolfram und Alfred Quellmalz, Mitglieder der SS Ahnenerbe ‘Kulturkommission’ für Südtirol (1939 – 1942)
Franz Haller präsentiert Arthur Scheler, Fotograf, gebürtig aus Meran.
Hannes Obermair präsentiert Bronislaw Malinowski, weltbekannter Anthropologe, der in Oberbozen zu urlauben pflegte

16:05 Erstes Forum
Die Geschichte rahmen (Framing History)
Mit Georg Grote und Hannes Obermair

16.35 Zweites Forum
Volkskultur (Bräuche & Missbräuche)
(Folk Culture (Uses & Abuses)
Mit Thomas Nussbaumer, Georg Grote, Franz Haller

17.05 Drittes Forum
Das Unaufführbare aufführen
(Performing the Unstageable)
Mit Ina Tartler und Elisabeth Thaler

17.35 Epilog und öffentliche Diskussion, Fragen

18.00 Ende des Stuben-Forums

Biographien
Georg Grote ist Hochschuldozent für westeuropäische Geschichte und Head of School am University College Dublin. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich historischer Nationalismus und moderner Regionalismus und er hat insbesondere zu den Fallstudien Deutschland, Irland und Südtirol publiziert. Seit 35 Jahren ist Georg Grote ein regelmässiger Besucher Südtirols und hat so die grossen Veränderungen des Landes miterlebt. Südtirol weist eine extreme interessante lokale und regionale Geschichte auf, doch besonders spannend ist die Kontextualisierung der Südtirolgeschichte vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Georg Grote ist bemüht, seinen internationalen Forschungshintergrund und seine grosse Lehrerfahrung in Europa und an seiner Heimatuniversitat in Dublin mit den Ereignissen in Südtirol zu verbinden und interessant darzustellen.

Franz J. Haller 1948* in Meran (Südtirol), Ethnologie Universität Wien, Visuelle Anthropologie an der Universität Göttingen, Feldforschung in Nord- und Zentralafrika und Tiefland-Amazonien, 1974 Mitbegründer des Lamdwirtschafts-Museum Brunnenburg in Dorf Tirol, 1976-1979 Forschungsprofessor der OEA – Organisation Amerikanischer Staaten an der Universität Quito, Ecuador, Produzent von über 150 Filmdokumenten zu Ethnographie und Zeitgeschichte Südtirols für Fernsehen, Schulen und Museen. 2012 Gründung des Internet Portals www.tirolerland.tv

Thomas Nußbaumer, geb. 1966 in Hall in Tirol. Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Innsbruck, Promotion 1998. Veröffentlichung der Dissertation unter dem Titel Alfred Quellmalz und seine Südtiroler Feldforschungen (1940–42). Eine Studie zur musikalischen Volkskunde unter dem Nationalsozialismus (Innsbruck u.a. 2001). Habilitation im Fach Volksmusikforschung 2011 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 1995 ist Nußbaumer wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 2011 Dozent) am Innsbrucker Sitz der Universität Mozarteum Salzburg und leitet den Abteilungsbereich Musikalische Ethnologie innerhalb der Abteilung für Musikwissenschaft. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Musik und Brauch, Fasnacht, Volksmusik und NS, Volksmusiküberlieferung im Alpenraum, insbesondere in Westösterreich und Südtirol (Italien), Musik der Old Order Amish.

Hannes Obermair, geboren 1961 in Bozen. Zu seinen regionalhistorischen Forschungsfeldern zählen Themen der vergleichenden Stadtgeschichte und der frühen Schriftlichkeit im mittleren Alpenraum. Besonderes Augenmerk widmet er in seinen Arbeiten den mittelalterlich-frühneuzeitlichen Übergangsphänomenen, Akkulturationsformen und “Unschärfen”, die die Entwicklung des Tiroler-Trentiner Raums begleiteten und bestimmten. In jüngerer Zeit hat er sich verstärkt zeitgeschichtlichen und historiografiegeschichtlichen Fragestellungen im Kontext von Faschismus und NS-Zeit zugewendet.

Hans Karl Peterlini, geboren 1961 in Bozen. Von den journalistischen Arbeiten zur Politik der Gegenwart und zu Fragen der Zeitgeschichte, vor allem dem politischen und auch gewaltsamen Konflikt um die Südtirol-Autonomie mit dem langen (nie abgeschlossenen) Weg vom Kampf zum friedlichen Zusammenleben hat er sich, über die Erziehungs- und Bildungswissenschaften, in ein neues Berufsfeld mit ähnlichen Interessensfeldern und Fragestellungen eingearbeitet: Wie entwickeln Menschen und Gruppen ihre Identität, wie können Einzelne und Kollektive für Gegenwart und Zukunft lernen, was ist offenen Begegnungshaltungen hinderlich, was förderlich? Im Studienjahr 2014/15 arbeitet er als Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaften und Interkulturelle Bildung an der Universität Klagenfurt.

Ina Tartler, geboren 1966 in Rumänien. 1988 Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2002 bis 2008 leitende Dramaturgin am Schauspielhaus Salzburg. Seit August 2008 Leitung der Dramaturgie an den Vereinigten Bühnen Bozen.

Elisabeth Thaler geboren 1981 in Bozen. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Innsbruck. 2006 Dramaturgie-Hospitanz am Tiroler Landestheater, 2007-2012 Dramaturgie-Assistentin und seit 2012 Dramaturgin an den Vereinigten Bühnen Bozen. Arbeiten u.a. mit Bettina Bruinier, Agnese Cornelio, Philipp Jescheck, Alexander Kratzer, Carina Riedl, Georg Schmiedleitner, Katharina Schwarz.


Mit freundlicher Unterstützung von:
Autonome Provinz Südtirol, Abteilung Kultur
Autonome Region Trentino Südtirol
Stadtgemeinde Bozen, Abteilung Kultur
Culture Ireland / Cultúr Éireann
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Kofler Tischlerei & Möbelhaus, St. Felix/Nonsberg
Rothoblaas, Kurtatsch
Deplau, St. Felix/Nonsberg
Wolfstuben, Tscherms
Österreichische Mediathek, Wien
pur SÜDTIROL
Lichtstudio Eisenkeil
Dr. Schär, Burgstall

Ein besonderer Dank geht an:
Egetmann Verein Tramin
Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim
Ofas Architekten, Bozen
Referat Volksmusik, Fotoarchiv Quellmalz (Bereich Deutsche und Ladinische Musikschulen

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Brave New Alps & Paolo Plotegher, What It Means to Win, 2014. Courtesy of the artist, photo by snares 2014

Was es heisst zu gewinnen
19. Juli 2014, 15 - 19 Uhr

Workshop

 

Brave New Alps & Paolo Plotegher

Im Rahmen der Ausstellung Making Room – Spaces of Anticipation erzählen Brave New Alps & Paolo Plotegher die Geschichte von Michel Serres The Troubadour of Knowlegde, die für und mit der ar/ge kunst eine Recherche einleitet.

Ausgehend von dieser Geschichte, haben Brave New Alps & Paolo Plotegher einen Fragebogen ausgearbeitet, auf den man in seiner Sprache antworten kann – sowohl in der ar/ge kunst Galerie Museum als auch online (DEUTSCH ; ITALIANO ; ENGLISH)

Die Antworten auf den Fragebogen sind der Ausgangspunkt für den Workshop am 19. Juli, der zwischen 15 und 19 Uhr in den Räumlichkeiten der ar/ge kunst Galerie Museum stattfindet.
Der Workshop kreist um das Thema der kulturellen Produktion, das Bestreben, die Wünsche und die Wirtschaftlichkeit, die diese begleiten. Die Ideen, die aus dem Workshop hervorgehen, werden in einer kleinen Publikation ad hoc zusammengefasst.

Melden Sie sich zum Workshop unter der Emailadresse info@argekunst.it an.

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Marinella Senatore in collaboration with Assemble, The School of Narrative Dance. Courtesy MOTInternational, London & Brussels and the artist, photo by aneres

The School of Narrative Dance
16. Juli 2014

Gespräch mit
Marinella Senatore

Als Teil der Serie La Mia Scuola di Architettura* zeigt die Künstlerin Marinella Senatore The School of Narrative Dance, ein Kunsprojekt, das sie in Zusammenarbeit mit dem englischen Architektenkollektiv Assemble realisiert hat.
The School of Narrative Dance ist das Gewinnerprojekt des Premio MAXXI 2014 und Teil der Ausstellung Making Room – Spaces of Anticipation in der ar/ge kunst Galerie Museum.

*La Mia Scuola di Architettura ist eine unregelmäßige Veranstaltungsreihe mit der Absicht, die Bedeutung des Begriffes „Landschaft“ und dessen Einflussnahme auf die Prägung eines Individuums (sowohl als Künstler als auch Bürger) und einer Gemeinschaft zu untersuchen.
Dieses Format verwendet den Titel einer Fotoserie des Künstlers und „Anarchitekten“ Gianni Pettena, in der er die Dolomitenberge, die Bozen umgeben, zeigt.
Die Veranstaltungsreihe ist im Rahmen der Ausstellung Prologue Part Two – La Mia Scuola di Architettura (15 . November 2013 – 11. Jänner 2014) mit einem Gespräch zwischen Gianni Pettena, Pierre Bal-Blanc (CAC Bretigny und Museion Gastkurator) und Emanuele Guidi (ar/ge kunst) eingeleitet worden.

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Photo: Annelie Bortolotti Photo: Annelie Bortolotti

body-at-publish
22 February 2014

Curandi Katz

Workshop Performance

 

A hands-on workshop performance of the body-at-publish by the duo Curandi Katz at Ar/ge kunst focused on the idea of self-publishing as an intimate gesture. The intention is to activate the objectual element of a book, its function and uses, in the realm of its relationship with the individual and between individuals. Considering its private, possibly affective, predominantly tactile experience in a resistant condition to the idea of a mass reproducibility; Exploring the ways it gets disseminated and shared and how these define its storyline; Reflecting upon the gestures of gratuity and care this idea implies and the organisms it involves in the narrative. The process of publishing is intended as a performative form of exteriorization – transmission – care.
The workshop will be structured around the creation of a self publication using alternative, DIY publishing strategies; Experiencing the steps of appropriation and assemblage using low tech tools, and manually operated jigs. At the disposal of participants will be the selection of books brought by Archive Books on the occasion of the exhibition Constellations of one and many, Curandi Katz’s collection of dissident pamphlets and digital platforms for text-sharing.

A point of departure and historical reference comes from the artists’ on-going research on the late Hungarian-Israeli anarcho-pacifist activist Toma Sik and his multi-faceted use of publishing and knowledge circulation. In Sik’s case they are flyers and surveys that he would hand out during protests in public space in order to reach the other and talk about issues like vegetarianism, nonviolence, human-rights. The activist methodology of reaching the other through the printed word casually handed out, was progressively internalized and transformed by Toma Sik into a personal search for individuals with whom to share intentional living.

With the kind support of:
Provincia Autonoma di Bolzano, Alto Adige, Deutsche Kultur
Città di Bolzano, Ufficio Cultura
Fondazione Cassa di Risparmio, Alto Adige
Mondriaan Stichting, Amsterdam
Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

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Rashaad Newsome, The Conductor, video still, 2005-2009 Rashaad Newsome, The Conductor, video still, 2005-2009

Rashaad Newsome – Film screening
27 October 2010

Film screening in Bezug auf die Ausstellung Rashaad Newsome

ar/ge kunst Galleria Museo
19 Uhr

Happy Negro 2004, video, 5’55”
Elysian Fields 2005, video, 1’45”
The conductor (fortuna imperatrix mundi) & The conductor (primo vere, omnia sol temperat) 2005-2009, video, 6’18”
Paris is burning by Jennie Livingstone, 73′

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Kiluanji Kia Henda, Karl Marx, Luanda, 2006 Courtesy the artist and Collezione Raffaella e Stefano Sciarretta, Nomas Foundation, Roma e Galleria Fonti, Napoli Kiluanji Kia Henda, Karl Marx, Luanda, 2006 Courtesy the artist and Collezione Raffaella e Stefano Sciarretta, Nomas Foundation, Roma e Galleria Fonti, Napoli

Black Atlantic – Polly Savage & Kiluanji Kia Henda
14 Januar 2010

Black Atlantic
27 November – 30 Januar 2010

Ein Zusatzprogramm für die thematische Vertiefung der Ausstellung Black Atlantic in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen.

Konferenz
Freie Universität Bozen
19 Uhr

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